Gleich zwei Sondergebiete umfasst der Bebauungsplan für den Kindergarten-Neubau an der Jägerstraße.
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Gleich zwei Sondergebiete umfasst der Bebauungsplan für den Kindergarten-Neubau an der Jägerstraße.

Gemeinderat Peiting billigt Bebauungsplanentwurf für Kindergarten-Neubau

Zwei Sondergebiete, aber keine Stellplätze

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Im März hatte der Peitinger Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Großprojekt Kindergartenneubau an der Jägerstraße beschlossen. In der jüngsten Sitzung hat das beauftragte Büro Abtplan nun den fertigen Entwurf vorgestellt.

Peiting – Was sofort ins Auge fiel: Der Entwurf weist nicht nur ein Sondergebiet „Kindergarten“ aus, sondern ein weiteres namens „Sportplätze“. Das umfasst die beiden benachbarten Tennisplätze, die die Gemeinde laut Marktbaumeister Fabian Kreitl mittelfristig zu Multifunktionsportflächen mit Basketballkörben und Soccerplatz umbauen möchte.

Vorrangig freilich ist erst einmal der Neubau des Kindergartens, weshalb sich die Ausführungen von Planer Thomas Haag vornehmlich auf diesen bezogen. Die Planung sei in enger Abstimmung mit den Architekten erfolgt, entsprechend seien auch die zuletzt erfolgten Änderungen berücksichtigt.

Wie berichtet, soll der Neubau Platz für sieben statt fünf Gruppen bieten, was sich auf die Kubatur auswirkt. Im Bebauungsplan sei nun auch die Möglichkeit für eine teilweise zweigeschossige Bebauung vorgesehen, sagte Haag. Durch das große Baufenster sei man zudem bei der Positionierung und Ausrichtung des Gebäudes flexibel, sagte er auf Nachfrage von Norbert Merk (CSU).

Sorgen hatte Thomas Elste, ob das Gelände genügend Raum für die Außenanlagen ließe. Doch da beruhigte Haag. Maximal 35 Prozent der Fläche dürften durch das Hauptgebäude überbaut werden, hinzu kämen noch einmal rund 17 Prozent für Nebengebäude und Wege.

Sichergehen wollte Elste auch, dass keine Parkplätze vorgesehen sind. Das bestätigte Bürgermeister Peter Ostenrieder, der noch einmal an die entsprechende Entscheidung des Gemeinderats erinnerte. „Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, damit die Eltern ihre Kinder nicht mit dem Auto über die Jägerstraße und den Uhrerskreuzweg bringen.“

Deshalb sei auch der Fußweg zum Parkplatz am Eisstadion vorgesehen. Was bei Haag freilich eine wichtige Frage aufwarf: „Wie wollen Sie sicherstellen, dass sich die Eltern auch daran halten?“ Erzwingen könne man dies nicht, musste Ostenrieder einräumen. „Wir können hier nur den Anreiz schaffen.“

Dass sich jeder daran halten wird, daran hatte offensichtlich auch Claudia Steindorf (SPD) so ihre Zweifel. Sie wollte vom Planer wissen, ob die geplanten Bäume entlang des Gebäudes auch eng genug gepflanzt würden, damit dort kein Auto parken könne. Sie verwies auf den Kampfgartenweg, wo der Raum zwischen den Bäumen von Eltern als „illegale Parkbuchten“ benutzt würde. „Da passt kein Auto dazwischen“, versicherte Haag. Zumal zwischen der Grünfläche und der Straße noch der Gehweg verlaufe, den Autofahrer erst überwinden müssten, ergänzte Kreitl.

Einstimmig segnete das Gremium schließlich den Entwurf ab, der nun im nächsten Schritt öffentlich ausgelegt wird.

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