+
Gratulation zum Strompreis: Von links Bernhard Ditschek, Bürgermeister Michael Asam, Wolfgang Bittl und Andreas Scharli.

Energiewende Oberland

Zweiter Solarstrompreis für Peiting

  • Sabine Krolitzki
    vonSabine Krolitzki
    schließen

Peiting – Am Tag der Wintersonnwende gab es für Peiting eine freudige Überraschung. Die Energiewende Oberland überreichte Gemeindeoberhaupt Michael Asam eine Urkunde. Denn die Gemeinde hat den zweiten Solarstrompreis für sich gewinnen können.

Energiewende findet in der Marktgemeinde schon recht lange statt – nicht erst, seit der Grüne Thomas Elste im Gemeinderat sitzt. Freuen wird sich selbiger trotzdem. Denn stellvertretend für die Gemeinde, alle privaten und geschäftlichen Photovoltaik-Fans haben Bürgermeister Michael Asam und Bernhard Ditschek, zuständig für die kommunalen Anlagen, den zweiten Solarstrompreis entgegengenommen. Überreicht hat den Andreas Scharli von der Bürgerstiftung Energiewende Oberland.

Die Zahlen sprechen für sich

Mit einem Photovoltaik-Zubau von 413,4 kWp (Gesamtleistung 9294,6 kWp) in 2015 liegt Peiting hinter Pähl mit 549,6 kWp (3297,2) und vor Penzberg (406,7 kWp, Gesamt 4515,5).

Auf folgenden Dächern kommunaler Gebäude sind Solarplatten zur finden: Alfons-Peter-Schule, Therese-Peter Kindergarten, Mehrzweckhalle, Eisstadion, Kläranlage, Bauhof, Kindergarten Birkland und der „Pionier“ mit einer alten Anlage – die Mittelschule. Anfang 2017 wird auch das Feuerwehrhaus mit Photovoltaik versehen.

Eine der größten Anlagen hat allerdings Unternehmer Wolfgang Bittl auf dem Gebäude von D+S-Logistik errichtet. Mit 176,4 kWp deckt er rund ein Drittel des gesamten Peitinger Zuwachses ab. Und auch privat setzt Bittl auf die Sonne. Seit zwei Jahren ist auch das Wohnhaus mit den energiespeichernden Platten verziert.

Das wirtschaftliche Potenzial der Solarenergie hat Peiting schon seit Jahren auf dem Schirm. Bereits im Jahr 2011 räumte der Markt einen Preis ab. Damals lagen die Peitinger mit 1560 MWpeak neu installierter Leistung auf Rang drei.

Energiewende Oberland betreut über 70 Kommunen

Ein „richtiges Pfund“ wäre laut Scharli jetzt noch eine Freifläche für Solarenergie.

Je nach Lage und Witterung ist eine Photovoltaikanlage ökologisch sinnvoll, da sie nach rund zweieinhalb Jahren so viel Strom erzeugt, wie zur Herstellung erforderlich war.

Die Bürgerstiftung Energiewende Oberland betreut und berät über 70 Kommunen. Außerdem prämiert sie die mit dem größten Zuwachs an installierter Solarleistung aus den Landkreisen Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach. Ab 2017 schließt sich auch der Landkreis Garmisch-Partenkirchen den Aktivitäten an.

Auch interessant

Kommentare