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Peiting: Mit Pferden Brücken überwinden

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Eindrucksvoll: Gemeinsam mit dem Trommlerzug trafen die Reiter am Hauptplatz ein. foto: uf
Eindrucksvoll: Gemeinsam mit dem Trommlerzug trafen die Reiter am Hauptplatz ein. foto: uf

Peiting - Bereits zum zweiten Mal fand in Peiting ein Freundschaftstreffen von deutschen und italienischen Reitvereinen statt. Am Samstag hielten die Wanderreiter auf dem Hauptplatz Einzug.

Der Trommlerzug bildete die Vorhut, bevor die Reiter mit Hipp Hipp Hurra und Hornklängen am unteren Hauptplatz Aufstellung nahmen. 40 Reiter, darunter elf aus Italien, konnte Bürgermeister Michael Asam auf dem Hauptplatz begrüßen. Und dem feierlichen Anlass entsprechend, hagelte es Superlative. „Die Pferde helfen, Brücken zu überwinden. In diesem Sinne ist Peiting das Tor zur Welt“, meinte Asam. Und der stellvertretende Vorsitzende des Regionalverbands Weilheim-Landsberg der Vereinigung der Freizeitreiter (VFD), Michael Sendl, bezeichnete die Marktgemeinde gar als „den schönsten Flecken, den Bayern zu bieten hat“.

Seit sechs Jahren pflegt der VFD eine Partnerschaft mit dem italienischen Freizeitreiterverein „Natura a Cavallo“. Bei den jährlichen Treffen, die im Trentino und in Bayern stattfinden, hat sich der Hof von Georg Kirchbichler mittlerweile als ein beliebter Standort etabliert. Die Möglichkeiten, 40 Pferde samt Reitern und Begleitpersonen unterzubringen, sind nämlich nicht so dicht gesät, wie Dietmar Köstler, Landesvorsitzender des VFD, ausführte.

Seit Donnerstag sind die Reiter aus Italien und ganz Bayern zu Gast in Peiting und haben während ihres Aufenthalts zwei Wanderritte unternommen. Einmal ging es auf dem Lechhöhenweg nach Burggen, einmal zur Wieskirche. Und am Samstagabend war geselliges Beisammensein auf dem Schmankerlfest angesagt.

„Wir sind eine lustige Truppe“, so Köstler zu der bunt zusammengewürfelten deutsch-italienischen Reiterschar im Alter von 14 bis 81 Jahren, die sich in Zelten und Wohnwagen rund um den Kirchbichlerhof einquartiert hatte. „Wir sind froh, wieder hier sein zu können, die gemeinsame Begeisterung für Pferde zu teilen, bestärkt unsere Freundschaft“, betonte auch Pellegrino Sereni, der Vorsitzende von „Natura a Cavallo“.

Michael Sendl blickte in seiner Begrüßungsrede auf die lange Tradition der Pferdehaltung in der Region zurück, die jahrelang nur durch die Leonhardiritte aufrecht erhalten wurde, bis sich das Reiten als Freizeitsport etablierte.

4000 Pferde gibt es mittlerweile im Landkreis Weilheim-Schongau, so viele wie nirgendwo anders in Bayern. „Vier Pferde bedeuten einen Arbeitsplatz. Rund 1000 Menschen leben davon“, so Sendl. Der VFD hat deutschlandweit 10 000 Mitglieder und 120 angeschlossene Vereine, in denen rund 5000 Mitglieder organisiert sind.

uf

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