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Training am Zebrastreifen: Links Verkehrserzieherin Heidi Stork mit Adacus.

Adac-Verkehrssicherheitsprogramm

Mit Rabe Adacus sicher über die Straße

Peiting - „Aufgepasst mit Adacus“ heißt ein neues Verkehrssicherheitsprogramm des ADAC für Vorschule und 1. Klasse.

„Wenn es nur eine brenzlige Situation ausschalten kann, ist jede einzelne Stunde gut investiert“, betonte Landrätin Andrea Jochner-Weiß. Zusammen mit Landrat Harald Kühn aus dem Kreis Garmisch-Partenkirchen, zweitem Bürgermeister Franz Seidel und Alexander Kreipl, dem Verkehrs- und umweltpolitischen Sprecher des ADAC Südbayern, hatte sie die Veranstaltung besucht.

Die Mandatsträger zeigten sich begeistert von der Idee, schon die Kleinsten mit den Gefahren im Straßenverkehr vertraut zu machen und richtiges Verhalten zu üben. Der „Trainer“ der Schüler der Klasse 1a ist ein bunter Rabe namens Adacus. An der Hand von ADAC-Moderatorin Heidi Stork führt er die Kleinen sicher über die Straße.

Stork, selbst Mutter von zwei Kindern, bietet seit Januar 2015 das kostenlose Programm für Grundschulen und Kindergärten im Landkreis an. Die Josef-Friedrich-Lentner-Schule in Peiting ist die erste Schule, an der das Training durchgeführt wurde. In einem 45-minütigem Unterricht bringt Verkehrserzieherin Heidi Stork den Kindern wichtige Verhaltensregeln beim Überqueren der Straße nahe. Genau nach links und 

rechts schauen, sich groß und breit machen, damit man gesehen wird, Handzeichen geben, noch mal schauen, Blickkontakt zum Autofahrer suchen und dann los.

Dafür, dass das Gelernte 

nicht so schnell vergessen wird, sorgt Kinder-Liebling Adacus mit seinen Späßchen. Am Ende des Zebrastreifens klatscht er jedes Kind mit der Hand ab und verteilt großes Lob. Eingangs hatten alle Kinder von ihren Erfahrungen im Straßenverkehr berichten dürfen. Ein Bilderquiz gibt die Möglichkeit, falsches Verhalten im Straßenverkehr zu entdecken und zu besprechen. Dann folgt ein intensiver Übungsteil mit Zebrastreifen und Miniaturampel. Mit Umhängewesten schlüpfen die Kinder abwechselnd in die Rolle von Fußgänger und Autofahrer. Und damit der Spaß nicht zu kurz kommt, wird danach der ADAC-Song mit Bewegungen gesungen, der nochmals alle wichtigen Regeln beinhaltet.

Entwickelt wurde das Programm, das die ADAC-Stiftung „gelber Engel“ in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst anbietet, laut Alexander Kreipl vom ADAC Sachsen. Seit zweieinhalb Jahren wird es in Südbayern durchgeführt. Bislang haben rund 15 000 Kinder teilgenommen. „Wir freuen uns, Adacus endlich auch im Landkreis einsetzen zu können“, meinte Alexander Kreipl. Der ADAC ist nämlich laufend auf der Suche nach geeigneten Moderatoren, die das Verkehrserziehungsprogramm an ihren Wohnorten durchführen.

Als Vater von vier Kindern freute sich auch Franz Seidel über Adacus: „Am meisten Angst haben immer die Eltern. Wenn die Kinder sich gut auskennen, brauchen sie weniger Angst zu haben.“ Der falsche Weg sei es, so Seidel weiter, die Kinder im Auto zur Schule zu bringen. Das erhöhe erstens das Verkehrsaufkommen an der Schule und zweitens lernten Kinder auf dem Schulweg Sozialverhalten.

Schulleiter Peter Schmid zeigte sich stolz über seine Erstklässler: „Das habt ihr erstklassig gemacht!“ Stolz konnte er auch auf den Elternbeirat sein, der zur Präsentation ein Buffet beigesteuert hatte.

uf

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