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55 bis 60 Sozialwohnungen entstehen auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände an der Bahnhofstraße.

Pläne öffentlich vorgestellt

Peiting für Sozialen Wohnungsbau gerüstet

Peiting - Sozialer Wohnungsbau war das Thema einer Veranstaltung, bei der MdL Andreas Lotte auch lokale Aspekte eingebracht hat. Peitings Bürgermeister Michael Asam indes hat ein Sozialwohnungsbau-Projekt vorgestellt, bei dem 55 bis 60 Wohnung mit bezahlbaren Mieten entstehen.

„Wenn der Soziale Wohnungsbau in Peiting ein brennendes Thema wäre, hätte ich mehr Zuhörer erwartet,“ sagte Michael Asam. 13 waren es auf der Veranstaltung, die Herbert Salzmann organisiert hatte. Der Vorsitzende des SPD-Ortsverbandes räumte ein, dass der Termin für diese Veranstaltung – am Abend des Deutschlandspiels gegen Polen – zu einer Zeit festgelegt worden sei, als sich die deutsche Mannschaft für die EU-Fußballmeisterschaft Meisterschaft noch gar nicht qualifiziert hatte. „Das hat sich jetzt saublöd ergeben.“ Michael Asam indes erinnerte daran, dass der Gemeinderat bereits Ende 2014 beschlossen hatte, Sozialen Wohnraum anzubieten. Jetzt sei man im Stadium der Planung angelangt, auf dem vor 17 Jahren von der Gemeinde gekauften Bundeswehrgelände an der Bahnhofstraße 55 bis 69 Sozialwohnungen in unterschiedlicher Größe und Qualität zu bauen. Der Mietpreis liege zwischen vier und 5,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Der Mietspiegel in Peiting liegt zwischen 6,50 und zehn Euro.

Der Haken dabei sei, dass es nur staatliche Förderung gebe, wenn die Kommune selbst als Bauherr auftritt. „Die Gemeinde selbst kann keine Wohnungen bauen und verwalten,“ sagte Asam. Wenn er selbst mit Bauträgern verhandeln könne, werde das sogar ohne Zuschuss günstiger. „Wenn wir als Kommune ausschreiben, wird alles teurer.“ Interessierte Bauträger werden noch im Juni dem Gemeinderat vorgestellt.

Der Zeitplan sieht nunmehr vor, dass Ende 2016 die bestehenden Gebäude auf dem 13 600 Quadratmeter großen Areal abgerissen werden, Anfang 2017 soll mit dem Bau der Wohnungen begonnen werden. „Peiting ist gerüstet“, sagte Asam und erwähnte noch, dass 2017 40 bis 45 Grundstücke für Eigenheime angeboten werden. In den folgenden Jahren nochmals 40 bis 45. 180 Bewerber sind derzeit bei der Gemeinde gelistet.

Andreas Lotte sagte, der Wohnungsmarkt stehe derzeit unter zunehmendem Druck. Weil die Menschen in München keine Wohnungen fänden, würden sie aufs Land ausweichen. Die Folge sei, dass die Preise massiv steigen. „Was wir brauchen, sind bezahlbare Wohnungen.“ Und ein Konzept dafür, wie mit diesen Entwicklungen umzugehen ist. Nach der Bayerischen Verfassung sei der Staat verpflichtet, für Wohnraum zu sorgen. Noch vor 15 Jahren habe es 250 000 Sozialwohnungen in Bayern gegeben, 2015 waren es 120 000 weniger.

Bayernweit kämen auf eine Sozialwohnung 97 Einwohner. In Brandenburg lediglich 19 auf eine Sozialwohnung, in Hessen sind es 53. Lotte, er ist der Wohnungsbaupolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, listete auf, wieviel Wohnfläche in Quadratmetern im Landkreis Weilheim-Schongau in den Jahren von 2009 bis 2015 geschaffen wurden. 2009 bis 2012 null, 2013 1955 Quadratmeter, 2014 null und 2015 eine Steigerung auf 3180 Quadratmeter. Für die Wohnraumförderung werden in Bayern 20 Euro pro Einwohner ausgegeben. In Wien sind es 400. „Wir sind in Bayern in vielen Bereichen Spitze, bei Sozialwohnungen sind wir ganz unten“, kritisierte Lotte. Im Übrigen gebe es für den Sozialen Wohnungsbau Rezepte. Eines davon ist, dass die Mieten für Sozialwohnungen einkommensabhängig festgelegt werden.

Walter Kindlmann

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