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Mann rast mit Tempo 110 durch 30-Zone

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Peiting - Ein Schongauer ist in der Wanderhofstraße in Peiting mit 110 km/h erwischt worden - obwohl nur 30 km/h erlaubt sind. Trotzdem dürfte er sich am Schluss sogar noch gefreut haben.

Ein kurzer Blick nach rechts, einer nach links, vorne ist auch alles frei. Keiner schaut, also rauf aufs Gaspedal, die Tachonadel bis auf 110 km/h nach oben jagen und die freie Straße genießen. So oder so ähnlich hat sich ein Schongauer (20) seinen Ausflug vorgestellt, als er am Mittwoch gegen 20.30 Uhr die Wanderhofstraße von Herzogsägmühle in Richtung Peiting entlang raste. Dumm nur, dass auf dieser Strecke nur 30 km/h erlaubt sind. Noch dümmer, dass er dabei von der Polizei Schongau erwischt wurde.

Als die Polizisten den 20-Jährigen mit einem Höllentempo an sich vorbeirauschen sahen, nahmen sie sofort die Verfolgung auf. „Es war ein Zufallsfang“, erklärt Polizeichef Rudolf Fischer. Denn auch wenn er und seine Kollegen diese Strecke, deren 30er Limit immer mal wieder für Aufregung sorgt, verstärkt kontrollieren, hatte der junge Raser an diesem Abend einfach nur Pech - und eine lange Leitung.

Denn als die Beamten den Raser endlich stellten, wurde die Geschichte noch ein bisserl kurioser. Der Mann gab zu, dass er den Wagen hinter sich sogar bemerkt und sich gewundert habe, dass irgendwelche „Verrückte“ mit so hoher Geschwindigkeit hinter ihm hergefahren waren.

Am Ende hatte der Raser dann aber auch noch eine ordentliche Portion Glück: Da das Dienstkraftfahrzeug der Polizei mit einem nichtgeeichten Tacho ausgerüstet war, wurden 20 Prozent als Sicherheitsabschlag abgezogen. Somit blieb eine mindestgefahrene Geschwindigkeit von 88 km/h in der 30-Zone übrig. Satt den eigentlich gemessenen 77 (drei km/h werden immer abgezogen), war der Schongauer also nur 58 Km/h zu schnell unterwegs.

Die Rechnung wird aber trotzdem saftig ausfallen. Wegen der krassen Geschwindigkeitsüberschreitung drohen dem Raser nun vier Punkte im Verkehrszentralregister, ein Bußgeld in Höhe von 240 Euro sowie ein Monat Fahrverbot. Bei 110 km/h wären es aber 600 Euro Geldstrafe und drei Monate ohne Führerschein gewesen.

Thomas Fritzmeier

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