1. Startseite
  2. Lokales
  3. Schongau

Peiting verliert mit Professor Dr. Dr. Hubert Filser einen der begabtesten Söhne

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Hubert Filser,
Privatdozent und Professor für Dogmatik, starb gestern.
Hubert Filser, Privatdozent und Professor für Dogmatik, starb gestern.

Peiting - Peiting trauert um Professor Dr. Dr. Hubert Filser um einen seiner begabtesten Söhne. Er starb in der Nacht zu seinem 53. Geburtstag.

Völlig überraschend ist in der Nacht zu seinem 53. Geburtstag Professor Dr. Dr. Hubert Filser, Privatdozent für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholisch-Theologischen-Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, verstorben. Mit ihm verliert Peiting einen seiner begabtesten Söhne, der gleichsam in eine Reihe mit Augustin Schelle, Joseph Socher und Placidus Braun aus dem 18. Jahrhundert gestellt werden kann.

Filser lehrte nicht nur in München, sondern hatte auch Lehraufträge an den Universitäten Eichstätt, Nürnberg/Erlangen und Kiel. Gleichsam ist er stets bescheiden und seiner Heimatgemeinde bis zuletzt treu geblieben. So stellte er sich nicht nur als Lektor und Vorbeter bei der Fronleichnamsprozession in den Dienst der Pfarrei, sondern war ebenso ein gefragter Vortragsredner. Die Kolpingsfamilie, die KAB und die Michaelsbruderschaft - die er mit aus der Taufe gehoben hat - schätzten ihn als Mitglied.

1959 in Peiting geboren, studierte Filser in München Philosophie (1981 bis 1986) und Theologie (1981 bis 1987). Von 1988 bis 1994 schloss sich das Promotionsstudium an. Für seine Promotionsarbeit „Ekklesiologie und Sakramentenlehre des Kardinals Johannes Gropper“ erhielt Filser 1994 den Ökumene-Preis des Pfarrer-Johannes-Fink-Gedächtnisvereins. Ebenso war er 1995 Preisträger der Dr. Kurt-Hellmich-Stiftung.

Es folgte von 1995 bis 2000 das Spezialstudium in Dogmatik und 2000 die Habilitation im Fach Dogmatik. Seine als Buch erschienene Habilitationsschrift „Dogma, Dogmen, Dogmatik“ untersucht den Wandel in der Bedeutungsgeschichte von „Dogma“ und die damit zusammenhängende Entstehungsgeschichte einer eigenen Disziplin Dogmatik. Für den ökumenischen Dialog der Gegenwart eröffnet das Buch, wie Stellungnahmen evangelischer Theologen zu diesem Werk herausstellen, ein modernes Verständnis von Dogma und von der Dogmatik als „Wissenschaft vom Dogma“. Zu seinem umfangreichen literarischen Nachlass gehören neben drei Monographien und zwei Werken, die er als Mitherausgeber zeichnet, drei Lexikon-Artikel sowie viele Beiträge zu Sammelwerken, Zeitschriftenaufsätze und Rezensionen.

hg

Auch interessant

Kommentare