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Begegnungscafé Peiting

Gute Gespräche, Internet und Infos

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Peiting - Ein Ort, an dem sich alle treffen, zum Reden, lernen oder im Internet surfen. Das soll das neue Begegnungscafé im Peitinger Kreuzerhaus werden. Nicht nur für Asylbewerber, auch Peitinger sind herzlich willkommen.

Eigentlich hat der Peitinger Marktgemeinderat im Haushalt schon den Abriss des alten Kreuzerhauses an der Schongauer Straße eingeplant. Dort, wo das Existenzgründergeschäft, der Lieblingsladen seinen Anfang genommen hat, wird momentan ein Begegnungscafé für Flüchtlinge und Einheimische eingerichtet. Der Lieblingsladen ist mittlerweile in die Bahnhofstraße gezogen. Und wenn alles gut läuft, so hoffen die Initiatoren, bleibt das alte Gebäude noch eine Weile erhalten. Denn gemütlich ist es schon, nicht zu groß, gerade richtig für den Start der multikulturellen Idee.

Eine hübsche Eckbank, Stühle, Tische und eine Bar sind in die ehemaligen Geschäftsräumen gebaut worden. Sogar einen Kühlschrank für die antialkoholischen Getränke gibt es schon, an dem Wasseranschluss für die Spüle wird noch gearbeitet. Alles wurde nicht neu gekauft, sondern gespendet. Zum Großteil aus dem Möbellager in der Bahnhofstraße zusammengesucht. Gegenüber, auf einem Tresen, werden vier Computer aufgestellt. Sie sind mit wichtigen Info-Links gespeist, wie Busverbindungen oder Möglichkeiten für die Wohnungssuche. Über Wlan sollen die Besucher auch im Internet surfen können. Auf sicheren Seiten, versteht sich. Dafür sorgt Stefan Osterrieder, die Haftung übernimmt die Organisation Refugees Online. Mit einem kleinen Unkostenbeitrag, den die Nutzer leisten, soll sich das Projekt selbst tragen. „230 Internet-Anschlüsse in sieben Landkreisen haben wir bislang installiert und das alles ehrenamtlich“, freut sich Osterrieder.

Bürger sollen keine Berührungsängste haben

Doch nicht nur zum Surfen sind Asylbwerber eingeladen. Es soll ein Ort werden, an dem geratscht und gebastelt wird. Auch die Deutschkenntnisse können hier verbessert werden. „Vor allem auch für die Neuankömmlinge, die in der Massenunterkunft in der Seestraße untergebracht werden , soll dies eine Abwechslung sein“, so Gabriele Sanktjohanser-Pfeffer vom Peitinger Helferkreis. Sehr willkommen sind auch Einheimische, die ihre Berührungsängste zu den Flüchtlingen verlieren und sich vielleicht auch engagieren wollen.

Die Gemeinde hat das Projekt bislang gut unterstützt. Heizung, Steckdosen und Leitungen wurden verlegt. Vielleicht wird auch noch ein Telefonanschluss verlegt. Ehrenamtliche Koordinatorin ist Anita Heiss. „Das Schaufenster möchte ich noch mit Window-Colors verschönern. Vielleicht auch den Schriftzug ,Begegnungscafé‘ selbst verfassen“, sagt sie motiviert. Gabi Kraus hatte die Idee, weiße Holztafeln mit den Landesflaggen der Flüchtlinge zu gestalten. „Die Asylbewerber sollen darauf in ihrer Landessprache ,Herzlich willkommen‘ schreiben“, sagt sie.

Ab Mitte März schaut einmal wöchentlich auch die Caritas für zwei Stunden vorbei. „Dann müssen die Menschen nicht immer extra nach Schongau fahren“, betont Sanktjohanser-Pfeffer. Mit von der Partie sind auch Mitglieder des Unterstützerkreises und ein Flüchtling, der sechs Sprachen spricht und Neuankömmlinge zu Arztbesuchen oder Behörden begleitet. Er soll über Herzogsägmühle als Bufdi angestellt werden.

Dienstags und mittwochs ist von 15 bis 17 Uhr Raum für Begegnungen. Am Donnerstag ist ein Spielenachmittag für Kinder geplant. „Wir suchen noch Peitinger, die zum Beispiel Kuchen backen möchten“, so Heiss. Außerdem können sich Bürger, die gerne eine Patenschaft für einen Asylbewerber übernehmen möchten, im alten Kreuzerhaus melden. Bislang waren nur Kirche und Untertsützerkreis Ansprechpartner, durch das Begegnungscafé soll alles leichter werden.

Eröffnung

des Begegnungscafés in der Schongauer Straße 3 in Peiting ist am 27. Februar um 14 Uhr mit Kaffee und Kuchen. Alle, die das Projekt interessiert, sind herzlich eingeladen.

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