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Das Erschließungsgebiet ist grün hervorgehoben. Die rote Linie zeigt den geplanten Weg am Kohlgraben. 

Borkenkäfer-Plage

Forstweg lässt auf sich warten

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Peiting - Ziemlich schnell musste es im vergangenen Jahr gehen. Es galt, die Waldbesitzer unter einen Hut zu bringen und die Marktgemeinde als Träger ins Boot zu holen. Einen neuen Forstweg am Kohlgraben – zwischen Peiting und Hohenpeißenberg – gibt es aber noch nicht. Ist damit die Förderung verloren?

Im Herbst 2015 sprach Martin Kainz, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), beim Peitinger Entscheidungs-Gremium vor. Grund: Die Gemeinde sollte als Träger einspringen, um eine finanzielle Förderung für den geplanten neuen Forstweg am Kohlgraben zu bekommen. Damit die 79 Waldbesitzer den Ausbau nicht aus eigener Tasche bezahlen müssen, gab es bis Ende des Jahres einen Anreiz: 70 Prozent der Kosten – etwa 100 000 Euro – sollten zugeschossen werden.

Bereits seit rund sechs Jahren arbeitet das AELF an der Sache – und hier war, wie berichtet, ordentlich Überzeugungsarbeit gefordert. Denn zwar wollten alle 79 Anlieger des etwa 300 Hektar umfassenden Privatwaldes einen Weg, nicht alle wollten sich aber finanziell beteiligen. In der November-Sitzung 2015 fürchtete das Gremium, in Vorleistung zu gehen und am Ende auf Kosten sitzen zu bleiben. Im Frühjahr habe man dann aber mit allen Anliegern eine Lösung gefunden, bestätigt Kainz.

Gemeinderat Herbert Salzmann (SPD): "Ich befürchte, dass die Zuschüsse verfallen könnten"

Soweit, so gut – doch wieso passiert denn nichts in Sachen Forstweg? Keine Spur mehr von Dringlichkeit? Immerhin hatte Kainz in mehreren Gesprächen deutlich gemacht, dass in dem weitgehend unerschlossenen Waldgebiet ein für schweres Gerät nutzbarer Weg bitter nötig sei. Denn der Borkenkäfer gebe vor allem nach dem Sturm Niklas keine Ruhe. Vermieden werden soll eine Plage – und die drohe, sollten die rund 1000 Kubikmeter Schadholz nicht so bald wie möglich aus dem Wald geschafft werden.

„Soweit ich weiß war vorgesehen, dass die Arbeiten im Sommer beginnen. Ich befürchte, dass die Zuschüsse verfallen könnten“, gibt Herbert Salzmann (SPD) zu bedenken. Die Gemeinde sei zwar Bauherr, die Bauleitplanung obliege aber dem Forstamt. Auch Marktbaumeister Jochen Rohrmoser wusste sich keinen Rat: „Wir haben immer wieder nachgefragt. Langsam ist das eine Farce.“ Immerhin sei ein nicht unerheblicher Druck auf die Gemeinde ausgeübt worden, sich zügig für die Trägerschaft zu entscheiden, ergänzte CSU-Rat Norbert Merk.

Bauverzögerung hängt an mehreren Faktoren

Auf SN-Nachfrage gibt sich AELF-Leiter Kainz entspannt: „Dass wir noch nicht beginnen konnten, liegt an mehreren Faktoren.“ Zum einen habe die ausführende Firma momentan sehr viele Aufträge abzuarbeiten, und zum anderen müsse von den Baufahrzeugen die Rohbautrasse für die entstehende Hohenpeißenberger Umgehung genutzt werden. „Und das geht auch nicht immer.“ Außerdem brauche es für den Wegebau Trockenheit. „Auch deshalb kann es zu Verzögerungen kommen.“ Alles etwas kompliziert also, doch bei einer Sache ist Kainz sich sicher: „Die Förderung verfällt auf keinen Fall.“ Den Borkenkäfer kümmert dies wohl eher weniger. Mal sehen, ob das befallene Schadholz noch vor der prophezeiten Plage aus dem Wald geschafft wird. 

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