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Aufmerksam lauschten die Besucher der Hegeschau den Redner.

Hegeschau Peiting

Lob und mahnende Worte

Peiting - Die diesjährige Peitinger Hegeschau ist im vergleich zu den Vorjahren sehr ruhig und besonnen verlaufen. Es gab unter der Jägerschaft und den verschiedenen Amtsvertretern keinerlei Streitigkeiten, wie sie in den vergangenen Jahren meistens auf der Tagesordnung standen.

Für den Penzberger Robert Eichner, neu gewählter Vorsitzender des Jagd- und Naturschutzvereins Schongau und Umgebung, war es bei seiner ersten großen Veranstaltung in der gut besuchten Schloßberghalle in Peiting eine Premiere. In seiner Begrüßungsansprache präsentierte er die Anforderungen, die er an sich und das neu gewählten Team für die weiteren Amtsjahre gestellt hat. Priorität ist für ihn die Schießanlage, dessen Pachtvertrag für die nächsten 15 Jahre gesichert ist.

An Ehrengästen konnte Eichner Vize-Landrat Karl-Heinz Grehl, vom Landratsamt der unteren Jagdbehörde Helmut Stork und Sabine Wiemann, Markus Schmorell vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Wolfgang Scholz, Kreisobmann vom Bauernverband, begrüßen. Zu seinem Bedauern hatte die Marktgemeinde Peiting als Hausherr keinen Vertreter in die Schloßberghalle geschickt – auch das dürfte eine Premiere gewesen sein.

Jäger-Chef Robert Eichner.

Mit den Worten „da erwartet man eine schwarze Landrätin und es kommt ausgerechnet bei den Jägern der grüne Stellvertreter“, begrüßte Grehl die Jägerschaft, bei denen er sich bedankte: Sie erfüllten in diesem schwierigen Feld ihre Aufgabe und tragen ihren Teil zum Gelingen bei. „Es ist allen klar, dass die Jägerei in den letzten Jahren ständig schwieriger geworden ist. Die Schwarzwildproblematik, der Freizeitdruck, das Freizeitverhalten der Bevölkerung und freilaufende Hunde sind der Jagd sicherlich nicht dienlich“, betonte Grehl.

Von der Unteren Jagdbehörde brachte Helmut Stork einen Überblick über den Sachstand Schwarzwild, der Erfüllung des Abschussplanes und der Jagdverlängerung auf Rehwild. Beim sogenannten Verbissgutachten und der Abschussplanung 2016 bis 2018 „ist das Licht am Ende des Tunnels bereits erkennbar“, sagte er im Hinblick auf die Verbesserungen zum Vergleichsjahr 2012 „Aber wir sind noch nicht am Ziel.“ Von den zwölf Hegegemeinschaften im Landkreis ist bei zehn die Verbissbelastung durch das Rehwild noch zu hoch, nur bei zweien tragbar. Bei sieben lautet die Abschussempfehlung „erhöhen“, bei fünf „beibehalten“. Storks Fazit: Es zeichnet sich in vielen Revieren eine spürbare Verbesserung ab, jedoch gibt es eine beachtliche Zahl von Revieren, nämlich ein Viertel, mit unverändert schlechter Bilanz. „Daran müssen wir alle zusammen arbeiten“, forderte Stork die Anwesenden auf.

Einige Zahlen zum Überblick

Die Schwarzwildstrecke hat sich im Jagdjahr 2015/16 auf 467 Stück deutlich gesteigert nach zuletzt 294 (14/15) und 219 (13/14). Die Erfüllung des Abschussplans lag in den vergangenen drei Jahren in den Hegegemeinschaften zwischen 50 und 120 Prozent.

Markus Schmorell vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten betonte in seinem Vortrag deutlich: „Die Bewahrung und Herstellung eines standortgemäßen und möglichst naturnahen Zustandes des Waldes unter der Berücksichtigung des Grundsatzes ,Wald vor Wild‘ ist sachlicher geworden.“ Das gelinge dort, wo Jagdgenossen selbst ihren Blick für den Zustand der Waldverjüngung geschärft haben, gemeinsam mit den Jägern ihr Augenmerk darauf richten und die notwendigen Konsequenzen in Jagd und Hege ziehen, so Schmorell.

Dr. Volker Pürckhauer, Vorsitzender der Bewertungs-Kommission, berichtete schließlich noch über den Abschuss von Rehwild aus den vier Hegegemeinschaften Bernbeuren, Peiting, Rottenbuch und Schongau. Es wurden demnach im Jagdjahr 2013 insgesamt 2335 Rehe erlegt (Abschusserfüllung 85 Prozent), im Jagdjahr 2014 waren es zusammen 2044 Rehe (Abschusserfüllung 74 Prozent).

Werner Schubert

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