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Macht ein Sabbatjahr: Jugendpflegerin Jacqueline Brans (45).

Jugendpflegerin orientiert sich in Sabbatjahr neu

Jugendstelle zieht nach Garmisch

Peiting - Die Katholische Jugendstelle Peiting soll mit der in Garmisch zusammengelegt werden. Da die langjährige Jugendpflegerin Jacqueline Brans sich in einem Sabbatjahr neu orientieren möchte, setzt das Erzbischöfliche Jugendamt München diese Pläne in die Tat um.

Aufgrund der isolierten Lage der Katholischen Jugendstelle des Dekanats Rottenbuch in Peiting, besonders aus Team-Sicht, ist schon länger im Gespräch, sie mit der Jugendstelle in Garmisch zusammenzulegen.

Denn in Garmisch befindet sich bereits der Büroarbeitsplatz von Bernadette Heindl, Jugendseelsorgerin der Dekanate Rottenbuch und Werdenfels, ebenso der der Jugendpflegerin Maria Anderl für das Dekanat Werdenfels. Die für beide Dekanate zuständige Verwaltungskraft Karin Staller pendelte bisher zwischen Peiting und Garmisch hin und her.

Neue Chance, großes Team

„Mit meinem Weggang zum 1. Oktober nutzt das Erzbischöfliche Jugendamt München und Freising jetzt die Chance, mit einem neuen großen Team beider Katholischen Jugendstellen, die Dekanate personell neu zu strukturieren und effektiver zu gestalten“, erklärt die langjährige Jugendpflegerin im Dekanat Rottenbuch Jacqueline Brans (45). Dafür wird die Stelle der Jugendpflegerin für das Dekanat Rottenbuch im Sommer ausgeschrieben, mit neuem Sitz in Garmisch.

Sie selbst möchte sich nach 16 Jahren in der Jugendstelle in Peiting neu orientieren und legt ein Sabbatjahr ein. Ins Ausland möchte die studierte Sozialpädagogin dafür nicht, viel mehr steht die Pflege von Kontakten, der Besuch von Freunden ganz ohne Termindruck und vieles, was in letzter Zeit einfach zu kurz kam, im Vordergrund.

Natürlich wurden Stimmen laut, die befürchten mit der Verlegung der Jugendstelle bricht eine Anlaufstelle weg. Das stimmt jedoch nur in soweit, dass die Räumlichkeiten im Guggenbergweg 1 in Peiting als Treffpunkt wegfallen. Das ist aber laut Jacqueline Brans verschmerzbar: „Die Aufgabe ist ohnehin raus in die Pfarreien zu gehen und vor Ort zu sein. Aus diesem Grund war das Büro auch bisher nicht immer zu festen Uhrzeiten besetzt.“

Jugendlichen etwas überstülpen, was sie nicht möchten, funktioniert nicht 

Die Jugendpflegerin weiß, dass nur durch den persönlichen Austausch etwas bewegt werden kann und da spielt der Standort des Büros eine untergeordnete Rolle.

Was alles möglich ist, zeigen die Aktionen, die sich im Lauf der Jahre etabliert haben. Da ist beispielsweise die Jugendkorbinianswallfahrt zu nennen, zu der sich jedes Jahr ein ganzer Bus auf den Weg macht, ferner Ministranten Fußballturniere, die immer in verschiedenen Pfarreien des Dekanats veranstaltet werden, Gruppenleiterkurse in Kooperation mit dem Dekanat Werdenfels, in denen bereits über 265 Gruppenleiter ausgebildet wurden, sowie Jugendberggottesdienste und Fahrradgottesdienste mit Segnung der Räder.

„Mittlerweile ist es schwieriger geworden die Jugendlichen zu erreichen, es gibt ein großes Konfliktfeld mit der Schule und der restlichen Freizeitgestaltung. Aber ich habe auch schon erlebt, dass junge Erwachsene zum studieren gehen und nach zehn Jahren wieder hierherkommen und sagen: Hallo, da bin ich, ich möchte mich jetzt wieder in die Pfarrgemeinde einbringen.“ Das ist dann wohl das schönste Kompliment, das man für seine Arbeit bekommen kann.

Zum Abschluss ihrer Tätigkeit möchte Brans Danke sagen

Dazu lädt sie alle am Sonntag, 10. Juli, nach Oberammergau ein. Den Auftakt bildet der Jugendgottesdienst um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul.

Franziskus Reich

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