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Gespannt, was sie erwartet, ist Marie Degenhardt aus Peiting, die ein Jahr in Indien verbringen wird.

Marie Degenhardt (18) aus Peiting 

Ein Jahr Indien: Freude ins Leben der Kinder bringen

Peiting - Jedes Jahr stellt sich von Neuem für Abiturienten die Frage, wie es nach dem Schulabschluss weitergehen soll – Ausbildung, Studium oder ein Jahr Auszeit durch zum Beispiel Work & Travel, Au-pair oder einen Freiwilligendienst? Für Letzteres hat sich die 18-jährige Marie Degenhardt aus Peiting entschieden. Sie geht nach Indien.

Marie Degenhardt, die ein Jahr in Indien verbringen will, erzählt: „Für mich war schnell klar, dass ich dieses Jahr nutzen möchte, um mich sozial zu engagieren, neue Erfahrungen zu sammeln und mich auf meiner Suche nach der richtigen Berufswahl weiterzubringen.“ Sie wird diese Zeit gemeinsam mit ihrer Mitvolontärin Anna Paul aus Rosenheim verbringen.

Freiwilligendienst mit Don Bosco

Stattfinden wird das Ganze ab 1. September diesen Jahres über die Organisation Don Bosco, benannt nach einem italienischen Priester, der sich in besonderer Weise der Nöte und Sorgen benachteiligter Kinder und Jugendlicher angenommen hat. In über 130 Ländern, zu denen auch Deutschland zählt, leisten besonders junge Menschen Freiwilligendienste in Einrichtungen und Projekten der Salesianer Don Boscos, eine im Jahr 1859 gegründete römisch-katholische Ordensgemeinschaft. Marie und Anna werden im sogenannten Don Bosco Care Home im Süden von Indien, genauer gesagt in Nilavarapatti, tätig sein. Die Infizierungsrate mit HIV zählt in diesem Umkreis zu einer der höchsten des Bundeslands Tamil Nadu. Dort soll betroffenen Kindern – Schätzungen zufolge leben in Indien etwa 220 000 minderjährige Infizierte – mit medizinischer Hilfe, kostenloser Schulbildung, psychologischer Betreuung, Unterkunft und Nahrung eine Perspektive geschaffen werden. Im Gegensatz zu anderen derartigen Einrichtungen in Indien, bei denen die Kinder oft nur bis zum Alter von neun Jahren versorgt werden, kümmert sich diese Institution um Bedürftige ab zehn Jahren. Die meisten von ihnen wurden von ihren Familien aufgrund ihrer Erkrankung ausgestoßen.

Die 18-Jährige hat auch Zweifel

Zu den Aufgaben der Volontärinnen gehören die Kinderbetreuung, Nachhilfe, die Gestaltung von Freizeitaktivitäten und auch die Öffentlichkeitsarbeit in der nahegelegenen Stadt Salem. Marie möchte „den Kindern und Jugendlichen Freude in den Alltag bringen und ihnen ein Gefühl der Wertschätzung vermitteln“. Sie wurde bereits in insgesamt drei Vorbereitungsseminaren und einem zweiwöchigen Praktikum, das sie gemeinsam mit Anna im Berufsbildungswerk Würzburg absolvierte, auf die bevorstehenden Monate vorbereitet. Trotzdem hat sie natürlich ein paar Zweifel: „Wie versteht man sich mit den Menschen vor Ort? Wie kommt man mit der fremden Kultur klar? Und was tun, wenn das Heimweh kommt?“

Durch die Zusammenarbeit und den interkulturellen Austausch können beide Seiten einen Nutzen ziehen – die Situation der einheimischen Kinder wird verbessert und die freiwilligen Helfer bekommen einen unvergleichbaren Eindruck einer anderen Kultur sowie verschiedener Lebensbedingungen. Außerdem lernen sie, Verantwortung zu übernehmen und können von einer Orientierungshilfe für ihren späteren Lebensweg profitieren. Marie freut sich darauf, „eine bisher völlig fremde Kultur wirklich kennenzulernen – und zwar mit all ihren Facetten!“ Da dieses Projekt auf Spenden angewiesen ist, durch die beispielsweise Schulmaterialien, ein Spielplatz oder auch ein Brunnenbau finanziert werden können, werden diese von jedem Volontär für seine Einsatzstelle gesammelt.

Spenden

Falls Sie ebenfalls zum Gelingen dieses Projektes beitragen wollen, könne Sie eine Spende an Maries Spendenkonto „Don Bosco Mission, Liga Bank München, IBAN: DE66 7509 0300 0102 1418 76, Verwendungszweck: Marie Degenhardt, R511643“ überweisen, damit sie ihr Ziel, „die Kinder dort glücklich zu machen, sie zu unterstützen und zu einem lebensfrohen Jahr beizutragen“, verwirklichen kann.

Ramona Gemein

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