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Zu einem Neujahrsempfang wurde diesmal die Versammlung in der Deckerhalle.

Mitarbeiterversammlung in Herzogsägmühle

„Kulturen verbinden“ als Jahresmotto

Herzogsägmühle  - Das Arbeitsjahr 2016 begann für die Mitarbeitenden von Herzogsägmühle wie gewohnt mit der Versammlung. In diesem Jahr jedoch mit einer Verschlankung der Veranstaltung, wie Direktor Wilfried Knorr bereits im Vorfeld angekündigt hatte.

Aufgrund des Wachstums von Herzogsägmühle stießen das Platzangebot in der Deckerhalle und das Format der Veranstaltung in den vergangenen Jahren an Grenzen. Aus der gewohnten Versammlung mit Ehrungen und Verabschiedungen wurde heuer ein Neujahrsempfang. Mitarbeitende, die im vergangenen Jahr ein Arbeitsjubiläum begehen konnten, wurden im jeweiligen Fachbereich geehrt.

Während des lockeren Beginns der Veranstaltung in der Deckerhalle lief eine Präsentation auf einer Leinwand, bei der die Jubilare zu sehen waren. „Sie alle, ob nun zehn, 20, 25, 30 oder sogar 35 Jahre für uns tätig, haben sich um unseren Ort und unser Unternehmen verdient gemacht“, so Knorr. Auch die Kolleginnen und Kollegen, die 2015 in den Ruhestand gegangen waren, sind an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz verabschiedet worden. Außerdem wurden fünf Persönlichkeiten, die sich besonders um Herzogsägmühle verdient gemacht hatten, mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet.

Mit Blick auf das Jahr 2015 betonte Direktor Wilfried Knorr, dass er sehr froh sei, dass bisher in nahezu allen Fachbereichen genügend gut qualifizierte Mitarbeitende gefunden werden konnten. „Das ist das Wichtigste – denn ohne Sie alle können wir keinen Menschen begleiten“, richtete Knorr seinen Dank an die Anwesenden. 2015 habe man mit einem ausgeglichenem Ergebnis abschließen und in die nachhaltig wirksame Sicherung der Qualität investieren können. Die Lekos-Tagesstätte mit ihren Angeboten für Menschen mit Behinderungen im Alter konnte erweitert werden, der Erweiterungsbau der Förderstätte für Menschen mit mehrfacher und schwerer Behinderung schreitet voran. Im Frühling 2015 wurde der erste Spatenstich am neuen Gebäude des Lindenhofes getan, im Dezember war bereits das Dach gedeckt. Fertiggestellt werden konnte das Appartementhaus am Bürstlingweg, die Sanierung der Weiher wurde begonnen.

Besonderes Highlight sei die Fertigstellung des ersten Gemeinwohlberichtes, der die Arbeit in Herzogsägmühle besonders unter den Gesichtspunkten Ökologie, Ethik, Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Nutzen und verantwortliches Wirtschaften untersuchte. Parallel dazu gab es weitere Untersuchungen: „Dieser Forschungsansatz untersucht die regional-ökonomische Wirkung unseres Unternehmens und gibt wertvolle Hinweise darauf, warum ein investierter Euro in das Soziale Netz eine Investition und keine Haushaltslast ist“, so Knorr.

Auch die weltweiten Entwicklungen haben Herzogsägmühle erreicht. „Dass es uns innerhalb von drei Tagen gelang, Platz zu schaffen für 40 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“, hat Knorr besonders gefreut. Möglich geworden war das durch Möbelspenden und die Bereitschaft von 85 Mitarbeitenden, sich spontan in den Dienstplan für die Betreuung einzutragen.

„Kulturen verbinden“ – so lautet das Herzogsägmühler Jahresmotto 2016, das auf die derzeitige Völkerwanderung Bezug nimmt. „Wir alle sind Geschöpfe eines Gottes und für unser Zusammenleben selbst verantwortlich“, sagte Knorr und erläuterte die Überlegungen für berufliche Qualifizierungsangebote für Flüchtlinge und Asylbewerber sowie kurz- und langfristige Wohnangebote in Herzogsägmühle.

Neben diesem großen Thema stellte der Direktor die Planungen für 2016 vor: Weitere Wohnangebote für Menschen mit Doppeldiagnosen sollen geschaffen werden, die Planungen für die neue Gemeinschaftsküche werden vorangetrieben, der Fachbereich Arbeit und Integration wird strukturell überplant, und Sozialräume für die Gärtnerei entstehen. Inhaltlich wird an dem Strategieprozess mit der Inneren Mission München weiter gearbeitet, und das Thema leichte Sprache und Barrierefreiheit wird vorangetrieben. „Freuen wir uns gemeinsam, dass wir auch 2016 genug zu tun haben werden“, so Knorr.

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