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Die Organisatoren der Obstausstellung im Pfaffenwinkel: (v.l.) Martin Lehner (Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege) mit Sohnemann, Heike Grosser, Georg Schilcher und Wolfgang Turansky.

Obstausstellung in der Schlossberghalle

Alles über Äpfel und Birnen

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Peiting - Äpfel und Birnen im eigenen Garten sind voll im Trend. Viel Besitzer wissen allerdings nicht, um welche Sorte es sich handelt? Eine große Obstausstellung in der Peitinger Schlossberghalle könnte Aufschluss geben. Ausgewählte Pommologen zeigen 250 Arten aus der Region.

Vor mehr als einem Jahr hat Georg Schilcher aus Wildsteig angefangen, die verschiedensten Apfel- und Birnensorten der Region ausfindig zu machen. In den vier Landkreisen Ostallgäu, Garmisch-Partenkirchen, Starnberg und Weilheim-Schongau dürften um die 400 bekannt sein. In Wirklichkeit gibt es aber viel mehr. „Mit Sicherheit über 600, aber man weiß es einfach nicht“, sagt Schilcher. Viele Sorten wurden nie bestimmt, oder sind über die Jahrzehnte hinweg wieder in Vergessenheit geraten.

Immerhin 250 bereits namentlich bekannte Äpfel und Birnen aus dem Pfaffenwinkel karrt Schilcher (erster Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Wildsteig) in knapp zwei Wochen nach Peiting. In der Schlossberghalle steigt nämlich am Samstag, 15. Oktober und Sonntag, 16. Oktober, die größte Obstausstellung in der Geschichte des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege Weilheim-Schongau.

Katzenkopf, Schafsnase - die heimischen Apfelsorten haben kuriose Namen

Goldparmäne, Katzenkopf, Schafsnase, Jakob Fischer, Alexander Lukas. Kuriose Namen haben die heimischen Äpfel und Birnen. Warum sie so heißen ist so naheliegend wie rätselhaft zugleich. Wie sie aussehen, schmecken und ob sie besser als Saft oder zum Reinbeißen genießbar sind – dass sind Fragen, die von den renommierten Pommologen definitiv beantwortet werden können. Georg Loferer und Anton Klaus heißen die Experten, die an diesem Wochenende den Ausstellungsbesuchern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Deren mit Abstand spannendste Aufgabe: Unbekannte Sorten zuordnen.

Besucher können ihnen unbekannte Äpfel und Birnen zur Bestimmung mitbringen

Heike Grosser, Geschäftsführerin des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege, ist sich sicher, dass viele Obstbesitzer gar nicht wissen, welche Sorte in ihrem Garten wächst. Wer also aktuell einen unbekannten reifen Apfel oder eine reife Birne am Baum hängen hat, kann diese zur Ausstellung bringen. Schilcher betont: „Das Obst muss direkt vom Baum gepflückt, außerdem sollte der Stil dranbleiben. Und die Besucher sollen mindestens vier bis fünf Äpfel oder Birnen vom gleichen Baum mitbringen.“ Nur so haben Klaus und Loferer die optimalen Voraussetzungen, die richtigen Sorte zu bestimmen.

Imker Wolfgang Turansky informiert über die Biene

Immerhin gibt es mehr als 15 verschiedenen Bestimmungskriterien: Stil, Form, Größe, Farbe, Geschmack, Duft, Kernhaus usw. – es kommt auf Details an. Schilcher spricht sogar von einer Sisyphos-Arbeit, um Äpfel und Birnen voneinander zu unterscheiden. Klaus Anton beispielsweise arbeitet deshalb mit allen Sinnesorganen. Dazu gehört auch das Schmecken.

Wolfgang Turansky sollte seine Ernte erst nach dem Abfüllen probieren. Der Imker wird in der Peitinger Schlossberghalle alles Wissenswerte über Bienen und Honig zur Schau stellen. Schließlich gäbe es ohne Bestäubungsarbeit der fleißig flauschigen Brummer überhaupt kein Obst. Turansky zeigt den Besuchern deshalb auch, wie sie ihre Gärten bienenfreundlicher gestalten können.

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