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Sie laden ein zu den ökumenischen Exerzitien im Alltag (von links): Pastoralreferent Thomas Tralmer, Religionspädagogin Monika Heerd, Diakon Erich Mühlberger, Pfarrerin Brigitte Weggel und Pfarrer Hans Speckbacher.

Exerzitien im Alltag

Gemeinsam Gottes Wort hören

Peiting - „Ganz bei Trost“ heißt das diesjährige Motto für die ökumenischen Exerzitien im Alltag, zu der die katholische Pfarrei St. Michael und die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Peiting-Herzogsägmühle in der kommenden Fastenzeit einladen.

Vier Wochen lang stehen dabei die Trostworte aus dem Buch Jesaja im Mittelpunkt, die auch in die heutige Zeit hineinsprechen und den Menschen Orientierung geben.

Zum ersten von fünf gemeinsamen Treffen sind die Teilnehmer am Mittwoch, 17. Februar, um 19.45 Uhr ins katholische Jugendheim am Pfarrweg 2 eingeladen. Vier Wochen ganz bewusst sich wieder Zeit für Gott, Zeit für sich zu nehmen, ist heilsam. Darin sind sich die Initiatoren einig. Man könnte tatsächlich sagen: Exerzitien machen heißt die Langsamkeit entdecken. Das ist zwar vereinfachend gesagt, trifft aber doch Wesentliches. Zum Exerzitienweg gehört es, etwas langsamer zu leben; sich am Tag ein paar Pausen zu genehmigen, bedächtiger zuzuhören, weniger zu konsumieren, ernst zu nehmen, was Ignatius von Loyola sagt: „Nicht das Vielwissen sättigt und befriedigt die Seele, sondern das Verspüren und Verkosten der Dinge von innen her.“

„Mit den Exerzitien geben wir der Passionszeit wieder ein Gesicht“, freut sich Diakon Erich Mühlberger schon auf die Gemeinschaft auf Zeit. Es ist eine Form, die viele Zeitgenossen anspricht und bei der man durch schnelle Vertrautheit Stärkung im Glauben erfahre. Das kann auch Pfarrerin Brigitte Weggel bestätigen: „Leute, die einmal kommen, bleiben.“ Es ist spannend, sich immer wieder darauf einzulassen. So ermutigt sie auch junge Mütter, sich Zeit zu nehmen und auf die aufbauenden Worte zu hören.

Für viele sei es eine schöne Erfahrung, so Religionspädagogin Monika Heerd, sich über vier Wochen jeden Tag eine halbe Stunde Zeit der Besinnung zu nehmen, um sich im Stillsein einzuüben und Raum zu schaffen, für die Begegnung mit Gott. Es müssen ja nicht unbedingt feste Zeiten sein, ergänzt Pfarrer Hans Speckbacher. Wichtig ist für ihn, dafür das Telefon und den Fernseher abzustellen. „Bei den wöchentlichen gemeinsamen Treffen üben wir ein achtsames Hinhören auf Gottes Wort“, so Speckbacher.

Das Jugendheim mit viel Platz für die Arbeit in kleinen Gruppen ist dazu geradezu ideal, empfindet Erich Mühlberger. Hier wird gemeinsam gebetet und meditiert, erfolgt ein Erfahrungsaustausch und gibt es jeweils eine Einführung in die kommende Woche.

Der Abschluss mündet am 16. März in ein Fastenmahl. Es sei immer wieder spannend, sich darauf einzulassen, ermutigt Pfarrerin Brigitte Weggel ihre Mitchristen, hineinzuschnuppern. Auch wenn sie den Kirchen nicht ganz so nahe stehen: „Gute Worte anderer Menschen lassen auch uns aufleben! Wie schön ist es, solche Worte auch von Gott selbst zu hören!“

Die Kapitel aus dem Buch des Propheten Jesaja, die in diesem Jahr meditiert werden, gehören zu den schönsten und kraftvollsten Worten der Bibel überhaupt. Auch Jesus bezieht sich sehr oft auf Jesaja. „Dass diese Worte ihre Kraft auch in unserem Leben entfalten können, dazu möchte dieser geistliche Übungsweg beitragen“, bekräftigt Pfarrer Hans Speckbacher. Die Termine der gemeinsamen fünf Treffen sind immer am Mittwoch um 19.45 Uhr im kath. Jugendheim (17. und 24. Februar, 2., 9. und 16. März). Auf Wunsch können auch Termine für Einzelgespräche ausgemacht werden. Für das begleitende Skript wird ein Unkostenbeitrag von vier Euro erhoben.

Anmeldungen an: 

Kath. Pfarrei Peiting, Pfarrweg 1, 08861/930910, oder per E-Mail: st-michael.peiting@erzbistum-muenchen.de oder Evang. Pfarramt, Kleberweg 5, Tel. 08861/6453 oder per E-Mail pfarramt.peiting-herzogsaegm@ELKB.de Kontakt: Monika Heerd, 08861/67165, oder per E-Mail Monika.Heerd@gmx.de.

Gerhard Heiss

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