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Der ganze Stolz: Über das neue Forum Pfaffenwinkel freuen sich die Raiffeisenbank-Vorstände Mario Lindauer (l.) und Stephan Rupprecht (r.) mit Architekt Michael Riedle.

Raiffeisenbank Pfaffenwinkel

Mehr Gewinn in schweren Zeiten

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Peiting - Seit Jahren gehen die Bilanzzahlen der örtlichen Geldinstitute stetig nach oben. Doch die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel hat im vergangenen Jahr bei der Bilanzsumme gleich einen riesigen Zehn- Prozent-Sprung auf 686 Millionen Euro gemacht. Trotz schwierigen Umfelds ist sogar der Gewinn wieder gestiegen.

Wie soll man sich mit anderen Kreditinstituten vergleichen? Klar, da gibt es Basisdaten wie Bilanzsumme, Kundeneinlagen oder Kreditausgaben. Doch jede Bank ist anders. Deshalb schauen Mario Lindauer und Stephan Rupprecht, die Vorsitzenden der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel mit Sitz in Peiting, gerne auf den Vergleich mit den anderen VR-Banken in Bayern. Ergebnis: „Wir liegen an dritter Stelle von 280 VR-Banken“, sagt Lindauer. Ein toller Erfolg für die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel. Doch Lindauer will sich nicht darauf ausruhen: „Es ist zwar schön, aber kann man nicht garantieren. Es ist jedes Jahr ein neues Spiel.“

Rekordzahlen in der Bilanz

Fast spielerisch schaut es auch aus, wie die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel dieses Jahr wieder Rekordzahlen in die Bilanz gezaubert hat. Um satte 58 auf 685 Millionen Euro stieg die Bilanzsumme. Auch die Einlagen bei der Raiffeisenbank zogen mit einem Plus von sechs Prozent auf 479 Millionen Euro kräftig an, fast ebenso die Kredite, die nach einer mäßigen Steigerung im Jahr zuvor um fünf Prozent auf 332 Millionen Euro anstiegen. Sogar der Gewinn wuchs – was in der schwierigen Zins-Situation aller Ehren wert ist – von 1,37 auf 1,49 Millionen Euro. „Unser betreutes Kundenvolumen ist erstmals über eine Milliarde Euro gestiegen“, sagt Rupprecht nicht ohne Stolz. Und die wichtige Eigenkapitalquote liegt bei starken 18,2 Prozent.

Ein Vorteil der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel sei die strikte Kostenkontrolle und straffe Organisation, sagt Rupprecht. „Das war schon immer unsere Stärke.“ Mit den konstant 120 Mitarbeitern in 14 Geschäftsstellen komme man gut klar. „Über Filialschließungen wird bei uns nicht diskutiert, da wird heuer nichts kommen“, so Rupprecht.

Diese Zahlen sind auch bei der Vertreterversammlung gut angekommen. „Wir haben mitgeteilt, dass wir gut dastehen“, so Rupprecht bescheiden. Pro 100 Miteigentümer wird ein Vertreter entstandt, macht bei mehr als 12 000 Mitgliedern 113 Vertreter – und die konnte man erstmals im eigenen Haus begrüßen, im neuen Forum Pfaffenwinkel, der aufgestockten Etage im Stammsitz. Dass sie die Räumlichkeiten für Versammlungen und Schulungen nutzen können, ist ein wichtiger Schritt auch für das Selbstverständnis der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel. Auch bei den Bürgern haben sich die neuen Räume mit traumhaftem Bergblick herumgesprochen: „Wir hatten sogar schon eine Anfrage für eine türkische Hochzeit“, sagt Rupprecht und lacht. So etwas lehne man natürlich ab, „wir wollen ja der örtlichen Gastronomie keine Konkurrenz machen“.

Aufsichtsrat um einen Sitz verkleinert

Richtig zufrieden ist Lindauer mit der Performance der Riester-Rente. „Da haben wir mittlerweile mehr als 3000 Verträge abgeschlossen.“ Es ärgere ihn, dass diese Form der Altersvorsorge auch von Politikern immer wieder schlechtgeredet werde, so Lindauer. „Der Ertrag für unsere Kunden ist sehr gut. Und jedes Jahr wird einmal kontrolliert, ob sich die Einkommensverhältnisse geändert haben oder Kinder dazugekommen sind.“ Auch bei den Riester-Verträgen sei die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel vorne dabei im Verbund der bayerischen VR-Banken.

Apropos straff: Der Aufsichtsrat wurde verkleinert – für den ausgeschiedenen Alfred Jocher ist niemand nachgerückt. Für Marianne Wöhnl übernimmt Robert Seitz den Bereich Schongau, damit ist mit der für drei Jahre wiedergewählten Katharina Högg (Altenstadt) nur noch eine Frau im jetzt sechsköpfigen Aufsichtsrat. „Mit Herrn Seitz haben wir einen guten Fang gemacht, er ist gelernter Bankfachwirt“, so Rupprecht.

Nicht zur Wahl standen der Aufsichtsratsvorsitzende Karl Graf (Hohenpeißenberg) sowie Georg Lieb (Burggen) und Georg Echtler (Ingenried). Vize-Aufsichtsratschef bleibt Bürgermeister Michael Asam. Sie alle dürfen hoffentlich auch im kommenden Jahr wieder hervorragende Geschäftszahlen zur Kenntnis nehmen.

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