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Die Litzauer Schleife am Lech.

Neue Richtlinie zu Mitgliedschaften

Jetzt doch: Peiting tritt Lechverein bei

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Peiting - Mit drei Gegenstimmen hat der Peitinger Gemeinderat beschlossen, Mitglied im Verein Lebensraum Lechtal zu werden. Und der Verwaltung im Zuge dessen auch gleich eine Handlungsempfehlung an die Hand gegeben, wie man mit Vereinsbeitritten künftig umgehen soll.

Zuletzt hatte der Antrag des Umweltpolitikers und Grünen-Kreisrats Hans Schütz aus Peiting für Diskussionen im Gremium gesorgt. Er bat die Gemeinderäte, dem Verein Lebensraum Lechtal beizutreten. Da sich die Gemüter bezüglich Vereinsmitgliedschaften spalteten, musste eine neue Regelung her.

So sieht die Empfehlung aus

Der Marktgemeinderat gibt der Verwaltung künftig eine Handlungsempfehlung, wie hier in Zukunft verfahren werden soll. Um einen Beitritt zu befürworten, muss wenigstens eines der folgenden Kriterien zutreffen: Eine Zugehörigkeit zum Verein ist für den Markt Peiting aufgrund gesetzlicher Bestimmungen erforderlich oder von Vorteil. Beispiel ist hier die Zugehörigkeit beim Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband, die für Kommunen ab 5000 Einwohner grundsätzlich erforderlich ist. Ein weiterer Punkt ist, dass die Marktgemeinde selbst oder eine Einrichtung von der Mitgliedschaft profitiert. Hierzu zählt exemplarisch das Deutsche Jugendherbergswerk, das Unterkünfte für Klassenfahrten ermöglicht. Ein drittes Kriterium ist, dass die Vereinszugehörigkeit Peiting in soziodemografischen, regionalen oder historischen Gesichtspunkten betrifft und nicht allgemeingültig auf alle Kommunen in Bayern anwendbar ist. Das sind unter anderem Mitgliedschaften im Informationskreis der Wirtschaft, Förderverein Villa Rustica, Tourismusverband Pfaffenwinkel.

Erarbeitet hat diese Richtschnur Peter Ostenrieder (CSU). „Vielen Dank, dass du dir diese Mühe gemacht hast“, lobte ihn Bürgermeister Michael Asam. Einstimmig befand das Gremium den Vorschlag für gut. „So haben wir etwas in der Hand“, betonte der Rathauschef.

Peiting wird Mitglied

Womit auch gleich der Beitritt zum Lebensraum Lechtal auf dem Programm stand. Wie berichtet, hatte das Gremium sowieso vor, Projekte des Vereins zu unterstützen, „das möchte ich noch einmal klarstellen“, so Asam. Hermann Mödl (BVP) machte deutlich, dass ihm dies besser zusage, als ein Beitritt zum Verein. „Aber haben wir als ordentliches Mitglied dann wenigstens ein Mitspracherecht?“, fragte er. So sei es geplant, antwortete Asam.

Michael Deibler (CSU) wies darauf hin, dass der Lech auch für das neue Logo des Mittelzentrum Ammer-Lech-Land genutzt werde, und positionierte sich für eine Mitgliedschaft. So auch Gunnar Prielmeier (SPD): „Für den Erhalt des Lechs müssen wir in Jahrzehnten denken und jedem Verein danken, der sich engagiert.“ Nicht so ganz zufrieden war Andreas Barnsteiner (BVP). Er machte klar, dass vor allem auch das Kraftwerk Eon am Zug sei, sich um den Bestand des Flusses zu kümmern. Denn vor allem durch die Lechstaustufen werde intensiv in die Natur eingegriffen.

Trotzdem entschied das Gremium mehrheitlich, dem Lebensraum Lechtal beizutreten. 200 Euro im Jahr lässt sich der Markt das Engagement kosten. „So wie ich Schütz verstanden habe, will er nach und nach alle Gemeinden ins Boot holen“, so Asam.

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