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Asam-Wunsch-Standort – ehemaliges Barnsteiner-Grundstück: Hier hat die Gemeinde einen Parkplatz im Ortskern geschaffen. Der könnte einem kleinen Einkaufszentrum mit Parkdeck weichen.

„SONDERANGEBOT“ FÜR DROGERIE-KETTE IM ORTSKERN

Vision: Mini-Einkaufscenter mit Parkdeck

Peiting - Richtig spekuliert: Das ehemalige Barnsteiner-Grundstück im Herzen Peitings soll der Drogerie-Kette Rossmann als Sahnehäubchen angeboten werden. Bürgermeister Michael Asam will damit verhindern, dass Rossmann das Interesse am Standort Peiting verliert.

Der Drogerie-Riese Rossmann will in Peiting eine Filiale eröffnen. Alleine am Standort scheiterte es bislang. Wie bereits berichtet, gibt es beim von Rossmann favorisierten Standort an der Schongauer Straße Probleme bei den Grundstücksverhandlungen: Besagtes Grundstück, auf dem die Gebäude des alten Netto- und Kik-Marktes leer stehen, hält ein englischer Investor. Der weigert sich Bürgermeister Michael Asam zufolge, den Kaufpreis nach unten zu korrigieren.

Was wiederum nicht mit den Berechnungen der Firma Konzeptbau zusammenpasst, die in der Sache als Bauherr und schließlich Vermieter auftreten möchte. Schließlich befinden sich auf dem Grundstück Altlasten. Die waren in den 70er Jahren einfach auf das Grundstück gekippt und platt gemacht worden. „Abgefräster Teer von der ehemaligen Bundesstraße“, weiß Michael Asam. Material der sogenannten Kategorie „Z2“ – und damit in der Entsorgung richtig teuer.

Das Ganze ist also eine Preisfrage – in der Asam längst versucht zu vermitteln. Dass sich die Firma, die von Deutschland aus das Grundstück verwaltet, geändert hat, hilft da nicht viel weiter. Mit der neuen Immobilienverwaltung mit Sitz in Stuttgart hat er bereits Kontakt aufgenommen. Alleine: Die Verwaltung hat leider auch in Sachen Kaufpreis nichts zu melden.

Rossmann-Wunsch-Standort – Schongauer Straße: Hier könnte die Firma Konzeptbau ein Gebäude für die Drogeriekette, einen Schuh- und Textilmarkt errichten und damit die leerstehenden Markt-Ruinen ersetzen.

„Ich will ja, dass was vorangeht“, betont Asam. Es ist zum Haareraufen. „Die Fronten sind verhärtet.“ Und das, wo der Gemeinderat längst alles in die Wege geleitet, einen Bauantrag der Firma Konzeptbau auf Errichtung eines Drogerie-, Schuh- und Textilmarktes abgesegnet hat.

Es könnte alles so einfach sein – ist es aber nicht. Und das, obwohl Rossmann bereits einen Vertrag der Firma Konzeptbau unterschrieben hat. Konzeptbau stellt das Gebäude hin. Rossmann mietet. Bei der aktuellen Lage besteht allerdings die Gefahr, dass die Unterschrift schon vom Papier bröckelt, bis ein Rossmann-Gebäude an der Schongauer Straße steht.

Zum Glück, ist das Bestreben, in Peiting eine Rossmann-Filiale zu eröffnen seitens der Drogerie-Kette tatsächlich enorm: Auch die Abteilung der Firma Rossmann, die eigene Bauprojekte für Märkte umsetzt, hat bereits Erkundigungen für den Standort Peiting eingeholt.

Und da kommt das ehemalige Barnsteiner-Grundstück im Ortskern ins Gespräch, das derzeit als Parkplatz genutzt wird. Ja, die Veränderungssperre sei aus dem Grund verhängt worden, den Weg für eine Geschäfts-Bebauung freizumachen, bestätigt Michael Asam auf Anfrage der Schongauer Nachrichten. „Ich bin fest dran, den Verantwortlichen von Rossmann das schmackhaft zu machen“, erklärt er.

Gar nicht so einfach. Gehört es doch auch bei Rossmann zur Standort-Philosophie, sich neben bereits bestehenden Verbrauchermärkten anzusiedeln, um den Synergieeffekt zu nutzen und Lebensmittler-Kunden ins Geschäft zu ziehen.

Altes Barnsteiner-Grundstück soll Rossmann schmackhaft gemacht werden. 

Überhaupt: Ist das ehemalige Barnsteiner-Grundstück für einen Drogerie-Markt nicht völlig ungeeignet? Von wegen! „Mit einer intelligenten Planung ist alles möglich“, gibt sich Asam visionär. Peitingern, die den Verlust der beliebten Parkplätze im Ortskern befürchten, hält er entgegen: „Man könnte auch ein Parkdeck entwickeln. Man muss es eben nur wollen.“

Nur wollen: Klingt gut. Und es ist der Gemeinde Peiting offenbar ernst. „Wir sind auch in Verhandlungen mit dem Besitzer des Nachbargrundstücks“, verrät er. Noch mehr Platz also für eine Firmenansiedlung. Theoretisch. Denn: Bislang beschränken sich die Bemühungen seitens der Gemeinde noch aufs „Schmackhaft-Machen“.

„Wir können nur die Voraussetzungen schaffen“, räumt Peitings Bürgermeister Michael Asam schulterzuckend ein. Das Unternehmen müsse schon mitziehen. Sonst muss es wohl beim Parkplatz bleiben. Oder darf. Das ist Ansichtssache. Allerdings warnt Asam vor einer kurzsichtigen Ortsplanung: „Wie wollen wir jemals die Ortsmitte beleben, wenn keiner reingeht!“

Barbara Schlotterer-Fuchs

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