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Bleibt die AWO Träger des Waldmäuse-Kindergartens in Peiting? Noch ist dies unklar.

trotz streit um trägerschaft in peiting

Waldmäuse-Kindergarten fast voll belegt

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Peiting - Der Streit ums Geld zwischen der Arbeiterwohlfahrt, dem Träger des Waldmäuse-Kindergartens, und der Gemeinde Peiting schien schon fast beigelegt. Doch nachdem der Bezirksverband den Deal abgelehnt hat, ist wieder alles offen. Und die Fronten verhärtet. Voll belegt ist die Einrichtung trotzdem.

Es sollte ein Kompromiss sein, der sicherstellt, dass alle Träger gleich behandelt werden. Denn die zehn Prozent Betriebskosten-Defizit will die Gemeinde keinesfalls übernehmen. Da sieht man die AWO in der Pflicht. Wie berichtet, sollte der Deal zunächst für das kommende Kindergartenjahr 2016/17 gelten: Die Arbeiterwohlfahrt führt die Trägerschaft für die Waldmäuse erstmal zu den Bedingungen der Gemeinde fort. Die zehn Prozent des Kindergarten-Defizits, das die AWO stemmen müsste, finanziert der AWO-Ortsverein. Der wiederum könnte einen Förderverein für den Kindergarten unter seinem Dach gründen, so das Defizit finanzieren. Es geht übrigens um rund 3000 bis 4000 Euro im Jahr. Der AWO-Ortsverband hatte diese Lösung abgenickt, Andreas Niedermeier, Geschäftsführer AWO-Bezirksverband Oberbayern, pocht jedoch auf eine andere Lösung. Man wolle den Vertrag nicht unterschreiben, die Beteiligung der Träger am Betriebskostendefizits einer Einrichtung entbehre jeglicher gesetzlicher Grundlage. Soviel zur Vorgeschichte.

Wenige sind abgesprungen

Trotz des Remmidemmis kann sich Christa Höldrich, Kita-Leiterin, zumindest freuen, dass sich die Unstimmigkeiten nicht auf die Anmeldungen zum neuen Kindergartenjahr ausgewirkt haben. „Es sind nur zwei oder drei abgesprungen, wir sind nahezu voll belegt“, freut sie sich. Momentan gibt es 46 Waldmäuse und zwei integrative Einzelplätze. Den Ärger über die Vorkommnisse der letzten Zeit macht dies aber nicht vergessen. „Ich kann nur sagen, dass die AWO für mich seit 16 Jahren ein toller Arbeitgeber mit fachlicher Kompetenz ist“, so Höldrich. Die Kindergarten-Leiterin steht voll hinter der Arbeiterwohlfahrt. „Dieser Kampf findet wegen des Teams statt. Weil man uns behalten will.“ Auch sei Höldrich und Kollegen von der AWO sofort ein anderer Arbeitsplatz angeboten worden. „Und bei dem ganzen hin und her bereue ich es mittlerweile, nicht gekündigt zu haben.“ Doch der Elternbeirat habe sich so arg eingesetzt – „er war fünfmal auf der Gemeinde“ – da habe sie es nicht über Herz gebracht. Dennoch betont Höldrich: „Der Großteil des Teams will bei der Arbeiterwohlfahrt bleiben.“ Außerdem verstehe sie die Begründung der Gleichbehandlung aller Träger in der Marktgemeinde nicht. „Meines Wissens nach haben nur die Kirche und AWO diesen Vertrag, dass sie zehn Prozent des Defizits übernehmen müssen. Für mich ist die Gemeinde am Zug.“ Klar stellen will sie noch, dass auch in anderen Kindergärten gute Arbeit geleistet wird. „Es ehrt uns, dass wir so gelobt werden. Aber in Peiting sind auch andere gut in der Betreuung.“

Gemeinderat diskutiert nichtöffentlich

Höldrich hofft nun, dass es – „wie von Herrn Asam persönlich zugesichert“ – bei dem einen Jahr Aufschub bleibt. Bürgermeister Michael Asam korrigiert dies auf Anfrage der SN: „Diese Frist war natürlich an den Vorschlag gekoppelt, den der Bezirksverband offenbar abgelehnt hat.“

Wie man nun weitermacht, ob die Trägerschaft für die Peitinger Waldmäuse tatsächlich neu ausgeschrieben wird, konnte der Rathauschef noch nicht sagen. „Wir warten auf eine offizielle Stellungsnahme der AWO und beraten uns dann noch einmal nichtöffentlich im Gemeinderat.“ Von der Absage des AWO-Bezirksverbands haben die Gemeinderäte aus der Zeitung erfahren.

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