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Das eingeschworene Team der Landjugend Peiting, das eine tolle Vorarbeit geleistet hat.

Ersatzlos ausgefallen

Kanapee-Rennen ausgebremst

Peiting - Zur 11. Auflage des Peitinger Kanapee-Schlittenrennens wählten die Veranstalter als Rennstrecke den Hang am Bühlach unterhalb vom Windrad aus. Die Piste wurde trotz mangelnder Aktivitäten von Frau Holle aufwändig von der Landjugend präpariert, in vielen Arbeitsstunde. Doch (fast) alles umsonst.

„Sollen wir es wagen oder verschieben?“, war die große Frage der Peitinger Landjugend. Schneemangel und trübe Wetteraussichten für den gestrigen Sonntag. Aber der Fasching ist kurz. Also der Entschluss: „Wir packen es.“ Jetzt ist die Enttäuschung groß – kein Schlittenrennen in diesem Jahr.

Dabei wurde alles dafür getan: Schnee wurde angekarrt. Tonnenweise von allen möglichen Firmenparkplätzen, auf denen noch brauchbare Reste gelagert waren. Dafür hat sich Florian Barnsteiner ins Zeug gelegt. Mit dem für diese Gaudi-Aktion gesponserten Claas Bulldog karrte er Hänger für Hänger zur Rennpiste. Nicht zu vergessen, die ganze weiße Pracht musste er erst mal aufladen. Ganze 15 Fahrten hat er von der Marktgemeinde raus zur Strecke am Windrad angekarrt. Am Freitag wurde der Schnee in die Schanze verbaut, am Samstag war die Piste dran.

Apropos Piste. Da kommt die Frage auf, warum diese nicht mehr am Schnaidberg ist wie all die vergangenen Jahre? Die Antwort simpel. Auf der alten Rennstrecke am Schnaidberg wurde Winterweizen angesät. Da verträgt es sich dann nicht so gut, wenn tollkühne Piloten mit ihren Kanapees zu Pflügen beginnen. Doch die Mitglieder der Landjugend werfen die Flinte nicht ins Korn. Beziehung ist alles, bei der Landjugend noch ein bisschen mehr. Gehört doch dem Vater vom Anderl Florian der obere Teil der Rennstrecke. Also fast schon Eigentum der Landjugend. Der untere Teil ist reine Formsache. 

So viel Vorarbeit - kein Lohn

Anfang November sind die Planungen angelaufen. Aufträge sind an Einzelpersonen und kleinere Teams verteilt worden. 1. Vorstand Martin Skalitza übernahm Behördengänge wegen der Genehmigungen. Versicherungen mussten abgeschlossen werden, Rotes Kreuz und andere Helfer mit ins Boot geholt werden. 2. Vorsitzende Melanie Erhard hat dann in die Tasten geklopft. Einladungen mussten geschrieben und verschickt werden. Schließlich sollte den Vereinen und Teilnehmern Zeit gelassen werden, formschnittige und originelle Renngeräte zu bauen. Denn wie schon all die Jahre vorher war gerade beim Publikum Orginalität Trumpf. Kuriose Aufbauten oder brandaktuelle Themen wurden gern gesehen und waren bei den vielen Fotografen beliebte Motive. Wären ganz bestimmt auch wieder in diesem Jahr dabei gewesen, wenn man sich die Namen der vorangemeldeten Gruppen ansieht. „Dachs-Ranger“, „Biber-Schlitten“, „Werner Beinhart“, „Holzer-Buam“ oder „Die Wuiderer vo der Dudlalm“. Gespannt war man auch auf die „Kurzenrieder – die Weltmacht“.

Eine Party gibt es trotzdem

Wie Melanie verrät, hatten sich per Voranmeldung schon zwölf Gruppen angekündigt. Michaela Kleber, die 1. Vorsitzende der Landjugend, ging derweil hausieren. Sie hat Sachpreise eingehamstert, Medaillen und Urkunden vorbereitet. Michaela zeigt sich zufrieden, wie toll sie von den Spendern unterstützt wurde. Die Landjugend hat eben einen guten Ruf. Nicht nur das. Die Mitglieder der Truppe lassen an diesem Sonntag keineswegs die Köpfe hängen. Alle machen das Beste daraus. So wie Georg Gobleder, der als Marktschreier die eingekaufte und vorbereiteten Waren anbietet. „Kaffee, Krapfen, Wiener“, für die Besucher. Denn statt der After-Run-Party wird kurzerhand eine No-Race-Party aus der Taufe gehoben.

Es gibt keinen Ausweichtermin

Wie von Vorstand Martin Skalitza zu erfahren war, wird das Kanapee-Schlittenrennen nicht auf einen Ausweichtermin verschoben. Die Wetterverhältnisse für das nächste Wochenende sind alles andere als ideal. Zelt und Buden müssen abgebaut werden, da eine Zeltwache zu aufwändig wäre. Und am Faschingssonntag will man dem Faschingszug der Schongauer keine Veranstaltung in dieser Größenordnung entgegensetzen.

Hans-Helmut Herold

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