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Im Feuerwehr-Gerätehaus soll eine Akkutechnik erprobt werden.

Energiewende 

Photovoltaik für Peitings Dächer

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Peiting - Mit Photovoltaikanlagen auf gemeindlichen Gebäuden möchte Peiting den Weg der erneuerbaren Energie mitgehen. Nun wurden die infrage kommenden Häuser geprüft und im Gemeinderat vorgestellt.

Im Oktober hatte der Grüne Gemeinderat Thomas Elste den Vorstoß gewagt. Die gemeindlichen Dächer mit Photovoltaik auszustatten komme nicht nur der Umwelt zugute, auch was die Wirtschaftlichkeit angeht, könne sich solch ein Unterfangen sehen lassen. Nach zehn Jahren hätten sich die Anlagen amortisiert – bei einer garantierten Modullaufzeit von 25 Jahren (Betrieb 40 Jahre möglich). Außerdem verfügt der Markt bereits über fünf Anlagen: Bauhof (21 kWp), Eisstadion I (25,2) und Eisstadion II (13,3), Kindergarten Birkland (3,9) und Klärwerk (13,8).

Nun hat das Büro VS Planen + Beraten die Ergebnisse ihrer Untersuchung vorgestellt. „Man hat sich viel Arbeit gemacht“, betonte Bürgermeister Michael Asam. So seien die kommunalen Dächer auf Statik, Fläche etc. geprüft worden. Heraus kam, „dass wir weniger Möglichkeiten haben, als gedacht“, ergänzte Marktbaumeister Jochen Rohrmoser.

Unter die Lupe genommen wurden fünf Einrichtungen

Sie wurden von der Verwaltung bereits im Herbst als machbar befunden.

So stellte sich das Kinderhaus an der Untereggstraße als nicht geeignet heraus. Gründe sind Brandschutztechnik und Dachausrichtung. „Hier würde sich eine PV-Anlage einfach nicht rentieren“, so Martin Sinn, Geschäftsführer von VS Planen + Beraten. Mehr verspricht sich Sinn vom Feuerwehr Gerätehaus. Eine Leistung von rund 40 kWp ist möglich. Dort soll versucht werden, den Strom für den Eigenbedarf optimal zu nutzen. Knappe 20 000 Euro kostet eine zusätzliche Speicheranlage mit intelligenter Regeltechnik. „Bevor der Strom aus dem Netz kommt, wird er aus dem Akku gezogen“, erklärt es der Geschäftsführer. Diese Technik sei auf dem Vormarsch und spätestens in drei bis fünf Jahren großes Thema. „Bei Privatpersonen kommen durch so eine Akkutechnik 25 bis 30 Prozent Leistung obendrauf“, ergänzte Elste. Wie lang so ein Speicher halte, wollte Hermann Mödl, BVP-Fraktionsvorsitzender, wissen. „Etwa 5000 Zyklen“, konnte Sinn antworten. „Und was kostet die Entsorgung?“, fragte Parteikollege Andreas Barnsteiner. Laut Hersteller soll so ein Teil in der Größe eines Kühlschranks komplett recyclebar sein.

Auch die Lentner-Grundschule wird geprüft

Jeweils 30 kWp können beim Therese-Peter-Haus für Kinder und der Alfons-Peter Grundschule erreicht werden. „Vorgesehen waren dort 97 kWp. Da jedoch eine Anlage auf dem Altbau nicht möglich ist, bleibt nur der Neubau übrig“, erklärte Sinn. Auch auf der Mehrzweckhalle könne Photovoltaik installiert werden. Doch hier anstatt der forcierten 99 nur 90 kWp. Zusätzlich soll die Lentner-Grundschule noch geprüft werden.

„Die Anlagen sind im Haushalt 2016 berücksichtigt worden“, so Rathauschef Asam. Nun werde die Umsetzung ausgeschrieben. Ein weiterer Schritt in Richtung Energiewende – auch wenn sich in absehbarer Zeit vermutlich zumindest keine Windräder auf Peitinger Flur drehen werden.

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