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Diese Broschüre zur Gartengestaltung haben die Studenten Timo Weier (li.) und Felix Siegmann für die UIP erarbeitet.

umweltinitiative pfaffenwinkel (uip)

„Lieber gestalten, als verhindern“

Peiting - Ein neuer Vorstand, eine neue Broschüre und zwei neue alte Fernziele sind die Bilanz der Jahreshauptversammlung der Umweltinitiative Pfaffenwinkel (UIP).

Die Mitglieder der Umweltinitiative Pfaffenwinkel (UIP) standen bei ihrer Jahreshauptversammlung vor einer zentralen Frage: Braucht man künftig noch, wie in der Satzung festgelegt, sieben Vorstandsmitglieder? Diese Frage drängte sich auf, da Vorstandsmitglied Ruth Birett, die aus beruflichen Gründen wegzieht, ihr Amt niedergelegt hatte.

Eine Satzungsänderung lehnte UIP-Sprecherin Claudia Fenster-Waterloo aber entschieden ab. Es sei wichtig, auch künftig die Aufgaben auf viele Schultern verteilen zu können. Zumal, da bei den elf öffentlichen Vorstandssitzungen im vergangenen Jahr durchschnittlich drei Mitglieder anwesend waren.

Einer, der bislang nicht im Vorstand aktiv war, aber sich bei verschiedenen Sitzungen engagiert eingebracht hatte, ist Franz Harbers aus Seeshaupt. Deshalb war es naheliegend, ihn als Vorstandskandidaten vorzuschlagen. „Noch ein Grufti mehr“, kommentierte Schriftführer Reinhard Waterloo schmunzelnd die einstimmige Wahl von Harbers als neuer Vorsitzende. Er wird das Dreigestirn, aus dem sich der UIP-Vorstand zusammensetzt, neben Gerhard Kral und Bernhard Meier für ein Jahr bis zu den turnusmäßigen Wahlen verstärken.

Neu im UIP-Vorstand: Franz Harbers aus Seeshaupt.

Hans Schütz aus Peiting, der nach 15 Jahren sein Amt als Vorstand bei „Das Bessere Müllkonzept“ Landesverband Bayern abgegeben hatte, wurde zum Delegierten bestimmt, um künftig das Stimmrecht der UIP bei der jährlichen Delegiertenversammlung wahrzunehmen.

Abgesehen von der spärlichen Sitzungsbeteiligung, war die UIP aber auch im vergangenen Jahr in verschiedenen Bereichen aktiv. Angefangen bei ihrem Kampf für den Baumerhalt an der Peitinger Bahnhofstraße, über eine Petition für die Nutzung vorhandener Trassen bei der geplanten Umfahrung von Huglfing an den Landtag, und die Initiative „Spenden statt knallen“ bezüglich Silvester-Feuerwerken bis hin zur Organisation verschiedener Vorträge zu Themen wie Lech oder TTIP. Spenden an die Initiative Fuchstalbahn und Lebensraum Lechtal konnte Claudia Fenster-Waterloo ebenfalls in ihrer Aktivitätenliste aufzählen.

UIP setzt sich für Artenvielfalt ein

Die Zukunft der UIP fasste die Sprecherin so zusammen: „Lieber gestalten, als verhindern.“ So will die UIP sich für Artenvielfalt einsetzen. Und zwar nicht nur in den Fernzielen Nationalpark Ammergebirge und Renaturierung des Lechs nach Ablauf der Kraftwerks-Konzessionen an den Staustufen, sondern auch in den heimischen Gärten. „Wir wollen die Wildnis publik machen und die Angst vor der Wildnis nehmen“, so Fenster-Waterloo.

Ein Schritt in diese Richtung ist eine neue Broschüre zu naturnaher Gartengestaltung, die auf Anregung der UIP von den Studenten des Fachbereichs Sozialpädagogik an der Katholischen Stiftungsfachhochschule Benediktbeuren, Timo Weier und Felix Siegmann, erstellt worden ist. Plan ist es, die Broschüre künftigen Bauherren als Anregung für die Gartengestaltung zukommen zu lassen.

Zum Nationalpark informierte Hubert Endhart, Vorsitzender des Fördervereins Nationalpark Ammergebirge, die UIP-Mitglieder. Bislang hat sich noch keine anliegende Gemeinde für den Nationalpark ausgesprochen. Die Bereitschaft, Wildnis auch im Kleinen zuzulassen, fehle, weswegen er die Initiative der UIP als Unterstützung werte.

Nüchterne Zahlen legte Kassier Leo Barnsteiner auf den Tisch: Die Mitgliederzahl habe sich von 185 im Jahr 2009 auf derzeit 165 verringert, den Einnahmen von 3812 Euro (2015) standen Ausgaben von 3841 Euro gegenüber. Die größten Posten dabei waren Porto- und Reisekosten, Honorare für Referenten sowie Mitgliedsbeiträge und Spenden an drei Vereine. Wobei die UIP aus dem Verein „Effektive Mikroorganismen“ ausgetreten ist.

Eine Veranstaltung für dieses Jahr ist schon in Planung. So soll der Film „Der bayrische Lech, ein Fluss der Extreme – Gefürchtet-Geliebt-Gefangen“ von Heinz Förder im Juni gezeigt werden.

Ursula Fröhlich

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