Peitinger „Bermuda-Dreieck“ macht Sorgen

Peiting - Über eine Änderung der Vorfahrt am Hirschvogeleck in Peiting wurde schon viel geredet. Doch getan hat sich bis dato noch nichts.

Was passiert mit der Peitinger Ortsmitte? Und wie kann man das unfallträchtige sogenannte Hirschvogeleck entschärfen? Auf diese Fragen scheint es von Seiten der Politik (noch) keine Antworten zu geben. Seit vielen Jahrzehnten sorgen die beiden Themen im Gemeinderat für Stress. Bisher ohne Erfolg - jede Lösung scheint schlechter als der Ist-Zustand.

So sind Peter Ostenrieder, Michael Deibler und Norbert Merk im Oktober beim Bürgerentscheid zu einer beruhigten Ortsmitte gescheitert. 77,3 Prozent der Wähler stimmten mit Nein, was letztlich bedeutet, dass man den Hauptplatz so lassen soll, wie er ist. Eine Absage an Aufpflasterungen und bauliche Maßnahmen, die den Verkehr ausbremsen oder sogar vom Hauptplatz fernhalten sollten. „Wenigstens haben die Bürger ihre Meinung gesagt“, so Ostenrieder. So sei nunmal die Demokratie, „aber ich bin gespannt, wie es jetzt weitergehen soll“.

Denn auf kurz oder lang kommen die Peitinger wohl um eine dauerhafte Lösung nicht herum. Zu viele Unfälle passieren in der Kurve zum Hauptplatz. Wie berichtet, hatte im Sommer vergangenen Jahres Bürgermeister Michael Asam noch verkündet: „Die Polizei fordert, dass wir diese Stelle sicherer machen.“ Und zwar schnell. Fünfmal hat es dort allein im ersten Halbjahr gescheppert - das ist zuviel. Darum hat er den Räten ein Ja zu einem Versuch einer Vorfahrtsänderung abgerungen. Doch wie diese Änderung aussehen sollte, war seinerzeit noch unklar. Eine Gruppe von Experten, Polizei und Gemeinde-Vertretern sollte erst nach dem Gemeinderats-Beschluss Möglichkeiten entwickeln.

Doch auch dieser Plan ging nicht auf. „Die Teilnehmer saßen einmal zusammen und man hat festgestellt, dass die Meinungen zu stark auseinandergehen“, so Asam auf Nachfrage. Darum habe es auch keinen weiteren runden Tisch mehr gegeben.

Stattdessen wurde, wie in der Juni-Sitzung angekündigt, ein neues Gutachten in Auftrag gegeben. „Beispielsweise hat eine Kamera den Verkehr ganztägig beobachtet“, so der Rathauschef. Herausgefunden werden sollte, ob an der Kreuzung eine Ampelschaltung oder eine Verkehrsinsel sinnvoll sein könnten. Die Ergebnisse lägen zwar noch nicht vor, Asam erhofft sich aber viel von dem Experten. „Das ist ein Fachmann, der wird schon wissen, was zu tun ist.“

Sobald es konkrete Aussagen gebe, würden diese dem Gemeinderat präsentiert. „Und ich hoffe, dass wir dann zu einem guten Ergebnis kommen.“

Asam hält es aber auch für denkbar, dass es keine bessere Verkehrslenkung als die bisherige für die Kreuzung gibt. „Das muss allerdings der Experte beurteilen.“

Im vergangenen Jahr wurden zumindest Warndreiecke auf den Asphalt gespritzt und ein Blinklicht angebracht, welches allerdings nicht immer leuchtet. Ziel ist, die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer zu schärfen. „Ich denke, dass das schon was bringt“, sagt der Bürgermeister. Viele der Unfälle seien nämlich mit Auswärtigen passiert - „und die werden so verstärkt auf die Vorfahrtsregelung hingewiesen“.

Sabine Krolitzki

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