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Peitinger feiern 40 Jahre Wellenfreibad

Peiting - Jedes Jahr investiert die Gemeinde Peiting in ihr Wellenfreibad. Das feiert am Wochenende 40. Geburtstag.

Jedes Jahr investiert die Gemeinde Peiting in ihr Wellenfreibad, modernisiert immer wieder. Das zahlt sich jetzt aus: Auch 40 Jahre nach der großen Eröffnungsfeier ist das Bad ein Magnet für die ganze Familie.

„In wenigen Minuten beginnt der Wellenbetrieb im Schwimmbecken.“ Da lassen sich die Badegäste nicht zweimal bitten. Kinder, Jugendliche, Erwachsene: Sie springen ins große Becken und warten darauf, dass die Maschine die großen Wellen durchs Becken rollen lässt, die an einen Urlaub am Mittelmeer erinnern. So etwas gibt es eben nur einmal im Schongauer Land. Inzwischen seit vier Jahrzehnten. Am Wochenende wird der Geburtstag im Bad groß gefeiert.

Viele der tausenden Besucher, die jedes Jahr das Peitinger Wellenfreibad besuchen, sind sicher mit dabei. In sehr guten Jahren konnte die Gemeinde 82 000 Badegäste verzeichnen. Der Höhepunkt: Während einer andauernden Hitzeperiode finden am 7. Juli 1991 immerhin 2500 Badegäste den Weg ins Bad. Heute gelten Jahre mit 60 000 Besuchern als gute Badesaison. Bei immer weniger warmen Temperaturen im Sommer liegen die Zahlen auch mal darunter.

Kein Wunder, dass das Wellenfreibad in Peiting - wie jedes andere Bad von öffentlicher Hand - ein Draufzahlgeschäft ist. Das jährliche Defizit: 160 000 bis 230 000 Euro. Für jeden Badegast werden damit Eintrittsgelder zugeschossen. Große bauliche Neuerungen können daher mittelfristig nicht gestemmt werden. Für die nähere Zukunft denkt man im Rathaus allerdings darüber nach, die Wasserspiel-Landschaft - 1991 gebaut - durch neue Geräte aufzuwerten.

Eine solche Spiellandschaft gab es damals, im Jahr 1972, noch nicht. Vielmehr steht fest: Das Peitinger Moorbad ist in die Jahre gekommen, enorme Reparaturkosten würden auf die Gemeinde Peiting zukommen. Die Idee zum Familienbad wird geboren - als Alternative zum Sportbad, das im Nachbarort Schongau in Planung ist. Im Mai 1974 fällt der Beschluss für den Bau eines beheizten Familienbades. Kostenpunkt - aus heutiger Sicht ein Wahnsinns-Schnäppchen: 2,3 Millionen Euro.

Gebaut werden ein Wellenbecken mit 816 Quadratmetern, ein Nichtschwimmerbecken (481 Quadratmeter) und ein Planschbecken (56 Quadratmeter). Das gut 200 Quadratmeter große Moorwasserbecken, das damals als Überbleibsel des alten Peitinger Moorbades gebaut wurde, musste schon wenige Jahre später aus Hygienegründen geschlossen werden. Das Gesundheitsamt forderte eine kontinuierliche Chlorung - eine Umrüstung hätte zu viel Geld gekostet.

Der Öffentlichkeit wurde das Bad am 7. August 1975 übergeben - erster „Badegast“ war der damalige Bürgermeister Karl Fliegauf. Nie verwirklicht worden ist übrigens ein weiterer geplanter Bauabschnitt: ein unbeheiztes Springerbecken.

Wer sich an die Anfänge des Peitinger Wellenbades erinnert, der hat sicherlich auch noch die Bilder badebemützter Schwimmer im Hinterkopf. Damals gab es nämlich noch den „Bademützen-Zwang“. So sollte verhindert werden, dass die Filteranlage durch Haare verstopft wird. Ein Relikt aus vergangenen Zeiten - wie in allen anderen Bädern auch, hat man die Bademützen längst an die Spinthaken gehängt. Das Badevergnügen ist um so größer.

Das gilt hoffentlich auch für die großen Jubiläums-Feierlichkeiten, die an diesem Wochenende geplant sind. Bleibt zu wünschen: Kurzfristig gutes Wetter. Längerfristig: weiterhin viele Badegäste!

Das Jubiläum des Peitinger Wellenfreibades beginnt am Freitag, 26. Juni, mit einer langen Badenacht. Am Samstag, 27. Juni, folgt ein Familientag. Mit einem Frühschoppen am Sonntag, 28. Juni, klingen die Feierlichkeiten aus. Für alle drei Tage gelten Eintrittspreise (fast) wie vor 40 Jahren. Erwachsene zahlen 1,50 Euro, Kinder und Jugendliche (unter 16 Jahren) nur einen Euro pro Badetag.

Barbara Schlotterer-Fuchs

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