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Zweites Unternehmerfrühstück

Peitinger Gewerbe muss zusammenhalten

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Peiting - Es soll wieder Leben einkehren ins Gewerbe. Und zwar im Sinne eines Verbandes, in dem sich alle organisieren. Das wollen Peitings Bürgermeister Michael Asam und sein Vize Franz Seidel erreichen. Ihr Wunsch: Alle sollen mitmachen.

Im April vergangenen Jahres hat sich derVorstand des Gewerbeverbands 2.0 nicht mehr zur Wahl gestellt. Die Arbeit des Verbandes ruht seither. So darf es nicht bleiben, haben Bürgermeister Michael Asam und sein Vize Franz Seidel beschlossen. Darum wollen sie alle Unternehmer, Dienstleister und Geschäfte zusammentrommeln, um wieder eine gemeinsame Plattform auf die Beine zu stellen. Seidel, weiß wovon er spricht. Als Selbständiger ist er von der bisherigen Negativ-Entwicklung nämlich auch betroffen. „Darum habe ich mich bereiterklärt, die Sache vorübergehend anzuführen“, sagt er bei einem Pressegespräch im Peitinger Rathaus.

Bereits im Herbst hat es ein erstes Unternehmerfrühstück gegeben, rund 30 Personen waren gekommen. Wie soll es weitergehen? Das war eine zentrale Frage. Seidel und Asam hatten dafür eine klare Antwort: „Wir brauchen eine offizielle Vertretung aller Gewerbetreibender, die zusammenarbeitet.“ Wichtig sei dies auch für eine produktive Zusammenarbeit mit der Kommunalpolitik. „Wir wollten zum Beispiel im Ort eine weiterführende Schule etablieren, um für die Firmen Fachkräfte zu sichern“, so Asam. Dieser Plan sei leider nicht aufgegangen. „Um solche großen Dinge voranzutreiben, braucht es eine gemeinsame Stimme.“ Aber auch was die Ortsentwicklung, Infrastruktur, Breitband oder Verkehrsanbindung betrifft – es gibt viele Punkte, in denen die Unternehmen an der Ortspolitik mitmischen könnten.

Franz Seidel

„Nachdem der Verband nun zum vierten Mal gescheitert ist, wollen wir dem Ganzen wieder Leben einhauchen“, betont Michael Asam. Angesprochen werden soll besonders der Mittelstand. Denn das sind die Leute, die einen Bezug zum Ort haben. „Wir wünschen uns auch, dass sich aus der Fülle der Verbandsmitglieder dann Arbeitskreise entwickeln“, ergänzt Franz Seidel. Die sollen sich dann für ihre Interessen stark machen. Egal ob Handwerk, Dienstleistung oder Handel.

Ziel ist es auch, eine Solidarität zu entwickeln. „Der Vorstand des Verbands 2.0 hat sich große Mühe gegeben“, weiß der Rathauschef. Doch die Frustration sei natürlich groß, wenn die Mitglieder nicht an einem Strang ziehen. „Jeder will sein eigenes Ding machen“, klagte der Ex-Vorsitzende des Gewerbeverbands 2.0, Roman Bauer, im vergangenen Jahr. Das ist auch Seidel und Asam aufgefallen. Der Marktsonntag ist ein gutes Beispiel. „Da brauchen wir eine andere Regelung“, so Seidel. Es brauche auch Einigkeit zwischen Händlern und Fieranten. „Der verkaufsoffene Sonntag ohne Fieranten war nicht der Hit“, weiß er.

Michael Asam

Beim Dämmerschoppen im vergangenen Jahr, in dem Firmen nach Ortsteilen eingeladen werden, sei herausgekommen, dass „der eine oft gar nicht genau weiß, was der andere macht“, so Seidel. Und genau das müsse sich ändern. Auch deshalb werde der Dämmerschoppen wieder stattfinden. War er zuletzt bei Schotten & Hansen, soll heuer Gaplast Gastgeber sein.

Zusätzlich zu diesem Angebot soll sich aber das Unternehmerfrühstück etablieren – und hieraus dann eben auch ein starker Verband. An etwa 60 (bekannte) Gewerbetreibende habe man Einladungen verschickt. „Es sind aber ausdrücklich alle eingeladen“, betont Seidel. Auch die, die vielleicht nicht schriftlich informiert wurden.

Nächster Termin

für das Unternehmerfrühstück ist am kommenden Freitag, 19. Februar, im Café Central in Peiting. Beginn ist um 8 Uhr.

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