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Öffnet am Wochenende noch einmal seine Pforten: Das Central-Kino in Peiting. foto: spe

Peitinger Kino: Für nur zwei Vorstellungen geöffnet

Peiting - Lange war das Peitinger Lichtspieltheater geschlossen. Umso überraschender kam die Nachricht, dass an diesem Wochenende wieder geöffnet ist. Allerdings nur für zwei Vorstellungen.

Als seinerzeit die Pläne bekannt wurden, in der Marktgemeinde ein Kino-Center zu etablieren, erloschen quasi parallel im Peitinger Central-Lichtspieltheater die Lichter. „Das Eine hatte aber mit dem Anderen nichts damit zu tun“, erklärte Betreiber Otto Konrad gestern auf Anfrage der Heimatzeitung dazu . Und fügte auch gleich noch hinzu, dass die beiden Vorführungen am kommenden Samstag und Sonntag - es handelt sich dabei um einen Animationsfilm für Kinder und Jugendliche - auch vorerst die einzigen bleiben sollen.

Konrad schließt zwar nicht aus, dass sporadisch auch in der Zukunft noch Filme in Peitings Central-Kino laufen werden, viele werden es aber nicht sein. Und wann genau er das nächste Mal dort einen Film zeigen wird, kann er zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht sagen. „Es wird passieren, aber wann, das werde ich ganz kurzfristig entscheiden.“ Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass durch den Tod seiner Mutter im Jahr 2010 niemand mehr da ist, der sich um den Verkauf von Tickets und sonstigen Artikeln wie Getränken oder Süßwaren kümmern kann.

„Und jemand extra dafür anzustellen, lohnt sich angesichts der Besucherzahlen einfach nicht“, macht Konrad dazu eine ebenso simple wie nüchterne Rechnung auf.

Eine Entwicklung, die der Peitinger Rathauschef Michael Asam schade findet. „Natürlich bedaure ich, dass Peiting kein Kino mehr hat, in dem regelmäßig Filme gezeigt werden, aber das ist eine unternehmerische Entscheidung, die man respektieren muss.“

Der Bürgermeister kann deshalb „nur feststellen, dass sehr viele Peitinger nach Mauerstetten fahren und man immer wieder hört, dass man dort regelmäßig Peitinger trifft“. Und das, obwohl „ich auch von einigen Peitingern gehört habe, dass sie das Peitinger Kino sehr schätzen, weil es noch ein nostalgisches ist“, Asam räumt allerdings ein, dass es sich dabei um Bürger im Alter zwischen 50 und 60 Jahren gehandelt habe. Es habe ihm allerdings gezeigt, „dass es nicht immer das supermoderne Kino sein muss“.

Und dann sagt er auch noch: „Ich würde liebend gern mit Herrn Konrad ein Kino-Center in Peiting bauen, aber das ist natürlich ein Projekt, das eine Menge finanzieller Investitionen erfordert und von einer Person schwer zu stemmen ist“.

Mit dem Betrieb im Schongauer Kino hat die Entscheidung in Peiting übrigens nichts zu tun. Der Betrieb soll dort auch künftig wie gewohnt weitergeführt werden.

Stephan Penning

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