+
Auf der rechten Seite des Peitinger Rathauses zeugt ein Riss in der Wand von den Untersuchungen.

Notwendige Sanierungsarbeiten

Sorge ums Peitinger Rathaus 

  • Sabine Krolitzki
    vonSabine Krolitzki
    schließen

Peiting - Feuchte Wände, Schimmelflecken - Peiting fürchtet um sein schönes Rathaus. Nach ersten Untersuchungen steht fest: Es muss saniert werden.

Im Peitinger Rathaus bröckelt der Putz von den Wänden, Schimmelflecken sind festgestellt worden. Grund genug, um das Gemäuer näher in Augenschein zu nehmen. „Wir haben einen Fachmann beauftragt, der mal genauer nachgeschaut hat“, so Bürgermeister Michael Asam. Das Ergebnis: Feuchtigkeit im Mauerwerk.

Dass es soweit gekommen ist, ist nichts ungewöhnliches. Das Haus - ohne Keller - wurde um 1900 errichtet. Und Materialien verbaut, die eben der Zeit entsprechen. „Das ist Wahnsinn, wenn man sich das mal genauer anschaut“, so der Rathauschef. Verschiedene Steine und Mörtel, keine Ziegel. „Damals wurde halt so gebaut.“

Wenn es dumm kommt, müssen für die Sanierungsarbeiten ganze Gebäudeteile gesperrt werden. Aber keine Panik. „Jetzt müssen erstmal die endgültigen Untersuchungsergebnisse abgewartet werden“, beruhigt Asam. Noch ist nicht klar, wie groß der Schaden überhaupt ist.

Zwar steht das Rathaus am Peitinger Hauptplatz nicht unter Denkmalschutz, „wir wollen es aber auf jeden Fall erhalten“, so Asam. Es hat Tradition, wird über die Generationen hinweg gekannt und gemocht - wer kann sich schon ein modernes, glattes Gebäude im Ortskern vorstellen. Der Gedanke ist zumindest befremdlich. Außerdem: „Wir haben keine Alternative. Uns fehlt die Ausweichmöglichkeit.“ Sollte das Rathaus gesperrt werden, haben der Bürgermeister und seine Leute erstmal kein Dach mehr über dem Kopf.

Noch bis zur kommenden Woche müssen Michael Asam und seine Mitarbeiter der Dinge harren. „Dann wissen wir, was los ist und was getan werden muss.“ Unklar ist auch, ob die Angestellten in den vergangenen Jahren einem Gesundheitsrisiko ausgesetzt waren.

Erst vor zwei Jahren wurde das Peitinger Rathaus im Eingangsbereich aufgemotzt. Mit Granitstufen, einer behindertengerechten Rampe und einem elektronischen Türöffner (siehe Foto links). Rund 19 000 Euro haben die Arbeiten damals gekostet.

Sabine Krolitzki

Auch interessant

Kommentare