Guter Rutsch ins neue Jahr. Die Peitinger „Wurzelzwerge“ fühlen sich im Waldkindergarten sichtlich wohl und haben ihren Spaß.

Peitinger "Wurzelzwerge" rutschen gut ins neue Jahr

Peiting - Der Peitinger Waldkindergarten „Die Wurzelzwerge“, der 1999 aus einer privaten Elterninitiative mit der Erzieherin Heidi Häringer gegründet wurde, läuft seit diesem Kindergartenjahr neu unter der Trägerschaft eines von begeisterten Waldkindergarteneltern gegründeten Vereins, und rückblickend verlief dies „wie am Schnürchen“, berichtet die erste Vorrsitzende Diana Knittel-Gröger.

Der Verein habe den Rahmen für die Kinderbetreuung so geschaffen, dass die staatliche Anerkennung erlangt wurde, das heißt, dass die zurzeit 15 Kinder an fünf Tagen die Woche jeweils viereinhalb Stunden pro Tag von zwei erfahrenen Wald-Erzieherinnen betreut werden.

Die waldpädagogischen Angebote richten sich nach den Vorgaben des bayerischen Erziehungs- und Bildungsplans und haben ebenso wie jeder Regelkindergarten bzw. Hauskindergarten die Schulfähigkeit der anvertrauten Kinder zum Ziel.

„Das Besondere daran ist allerdings, dass die Kinder bei jeder Jahreszeit in der freien Natur spielen und sich in ihr bewegen, was dem ausgeprägten kindlichen Bewegungsdrang, ihrer Bewegungslust, sehr entgegen kommt“, betont Dia Knittel-Gröger. Wohl keine Turnhalle könne täglich so viele neue Bewegungsanreize geben wie die ungebändigte Natur im Wald.

Waldkindergarten heißt Bewegungskindergarten. Dadurch, dass kein vorgefertigtes Spielzeug angeboten wird, sondern sie mit dem, was die Natur vorgibt, kreativ umzugehen lernen, werden ihre Phantasie aber auch ihre kommunikativen Fähigkeiten sehr gefördert. Sie lernen, sich sozial kompetent zu verhalten durch Hilfsbereitschaft und Rücksichtsnahme. Denn in der „Wildnis“ ist jedes Kind mal auf Hilfe durch seine Freunde angewiesen. Sei es beim Heranschleppen von Ästen für das Lager, das die Kinder sich vorgenommen haben zu bauen, oder beim Rollen riesiger Schneekugeln, die eine Schneeburg umgeben sollen, oder beim Bewältigen eines „steilen“ Hanges, den alle Wurzelzwerge hinauf wollen.

Bei richtig „schlechtem“ Wetter können sich die Wurzelzwerge aber auch mal im beheizbaren Bauwagen aufwärmen.

Eltern, die sich für den Waldkindergarten interessieren, können sich unter www.kinderwalderlebnis.de nähere Informationen holen. Ein Probetag im Wald mit den „Wurzelzwergen“ ist jederzeit möglich.

Albert Einstein meinte: „Lernen ist Erfahrung, alles andere ist nur Information“. Die Wurzelzwerge-Erzieherinnen sind ganz seiner Ansicht. Deswegen ist im Frühjahr 2013 ein Tag des „Offenen Waldes“ geplant, bei dem sich interessierte Eltern, Großeltern, Freunde und Sponsoren einen Einblick in einen Waldkindergartentag schaffen können. „Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben“, teilt die Vereinsvorsitzende Diana Knittel-Gröger mit.

Auch interessant

Kommentare