Die Gartenschau-Delegation bei ihrem Besuch vor einigen Wochen in Penzberg. foto: fkn

Penzberg scheitert bei Landesgartenschau

Schongau - Am Ende war es ein Dreikampf, wer die kleine Landesgartenschau 2021 ausrichten darf. Nachdem Schongau verzichtet hatte, trat Penzberg gegen das schwäbische Lindau und das oberfränkische Helmbrechts an - und verlor.

Penzberg hatte bei seiner Bewerbung für die kleine Landesgartenschau 2021 starke Konkurrenz: das schwäbische Lindau, das mit einer Gartenstadt auf seiner vorgelagerte Bodensee-Insel warb, sowie das oberfränkische Helmbrechts, das sein Bahngelände und seinen Kirchberg mit einem „grünen Erlebnisband“ verbinden wollte. Mehr Bewerber gab es nicht. Wie eine Nachfrage bei der Gartenschau-Gesellschaft ergab, waren andere Interessenten kurzfristig abgesprungen. Schongau und Weilheim, die auch mit dem Gedanken gespielt hatten, bewarben sich erst gar nicht.

In Penzberg zeigte man sich optimistisch. „Die Chance ist da, wir haben uns gut präsentiert.“ Das will Stadtbaumeister Justus Klement aus Kommentaren der Delegation herausgehört haben. Im Fokus der Penzberger Bewerbung stand „die grüne Mitte“. So bezeichnet Klement das Gebiet zwischen Wellenbad und Stadion. Dort bestehe an vielen Stellen Handlungsbedarf, so Klement. Es könnte ein Wegenetz entstehen, mit Verbindungen zur Berghalde. Auch Wege zur Besichtigung des Hochmoors um Penzberg wären denkbar. In seiner Bewerbung verwies Penzberg auf sein Stadtentwicklungskonzept, das sich mit der Stärkung der Grünräume, mit einem Wegenetz, den Bächen und der Wohn- und Freizeitqualität befasst.

Doch wie jetzt bekannt wurde, waren alle Penzberger Hoffnungen vergebens. Die Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen entschied sich einstimmig für Mitbewerber Lindau. „Ich habe schon gedacht, dass wir es kriegen“, sagte Stadtbaumeister Justus Klement enttäuscht. Trotzdem ist er mit Blick auf den Bodensee-Sieger sogar ein bisserl zufrieden: „Das ist ein prominenter Vergleich. Wir sind in dieser Liga.“

Das spiegelte sich auch in der Begründung wieder. Alle Bewerber „hatten in sich schlüssige, teilweise sehr ambitionierte Konzepte“ eingereicht, hieß es. Warum Penzberg scheiterte, ist noch unbekannt: Die Absage erfolgte knapp per Mail. Bürgermeister Hans Mummert soll aber noch eine schriftliche Begründung bekommen.

Trotz des Scheiterns: Penzberg kann sich erneut bewerben, frühestens für die Schau 2023. Klement würde es sich wünschen - und eine Bewerbung dem Stadtrat „gern nochmal empfehlen“.

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