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Stolz: Georg Kirchbichler mit seinem Araber-Wallach und dem „Altöttinger Liebfrauenboten“.

perdewallfahrt nach altötting

Hengst „Azar“ mit 20 Jahren an der Spitze

Peiting - Zum 12. Mal leitete Georg Kirchbichler heuer die Peiting-Poinger Pferdewallfahrt von Poing bei München über Gars am Inn und Taufkirchen nach Altötting ins „Herz Bayerns“. Er setzte dabei wieder auf das „richtige Pferd“: sein Araber-Wallach „Azar“ bewältigte trotz seines relativ hohen Alters die 120 Kilometer problemlos.

Araber-Wallach „Azar“ ist wahrlich kein Jungspund mehr. Trotzdem hinterließ er im Wallfahrtsort einen guten Eindruck. Die Redaktion der viel gelesenen katholischen Sonntagszeitung „Altöttinger Liebfrauenbote“ war derart begeistert, dass sie ein Bild von dem Pferdekopf zusammen mit dem Pilgerkreuz als Titelbild auf die Ausgabe vom 4. September setzten. Sehr zur Freude der Leser in aller Welt und des Ehepaares Kirchbichler auf ihrem Reiterhof in Peiting.

Drei anstrengende Tage geschafft

Ehefrau Franziska war im vorigen Jahr selbst mit dabei, musste diesmal allerdings zu Hause während der drei Tage den Stall versorgen. Anerkennend schreibt der „Altöttinger Liebfrauenbote“ in seinem Bericht: „Um die 20 Jahre hat der weiße Araber-Wallach ,Azar’ von Wallfahrtsleiter Georg Kirchbichler auf dem Buckel, aber das sieht man ihm nicht an: Stolz erhobenen Hauptes umrundete er nach Ankunft des Pilgerritts am 28. August gegen 13 Uhr die Gnadenkapelle – und das, obwohl die drei Tage bei hochsommerlichen Temperaturen und Sonnenschein durchaus strapaziös waren.“

Dank der guten Organisation von Georg Kirchbichler und gut eingestimmt von Franz Bosch aus Ulm, der jeden Morgen vor Abritt „Gedanken zum Tag“ vorlas, wurde der Pilgerritt für alle 15 Teilnehmer zu einem unvergesslichen Erlebnis. Für die Fuß- Radel- und Buspilger auf dem Kapellplatz war es ein beeindruckender Anblick, als die Gruppe – angekündigt von den Kirchenglocken – auf ihren edlen Tieren das Pilgerziel erreichten.

Neue Wallfahrtsleiter

Kapuzinerpater Ludwig Wörle, der die Pilger hoch zu Ross einbegleitet hatte, dankte in einem Gebet für das „gemeinsame Unterwegssein in gläubigem Vertrauen zur Muttergottes und ihrem göttlichen Sohn“. Nach der Heiligenlitanei, wobei die Tierpatrone um Schutz vor Seuchen und Krankheit angerufen wurden, segnete Pater Ludwig Ross und Reiter.

Wegen des schwülheißen Wetters verzichteten die Reiter diesmal auf eine weitere Umrundung der Gnadenkapelle und begaben sich sogleich zum Bauernhof von Konrad Anzenberger mit angrenzender Wiese und schattenspendenden Bäumen zur verdienten Rast. Georg Kirchbichler zeigte sich erfreut, dass auf seiner letzten von ihm geleiteten Pferdewallfahrt nach Altötting nichts passiert ist und alle Teilnehmer – sie stammen aus ganz Bayern – wieder gesund zu Hause angekommen sind.

Ab kommenden Jahr werden Manuela Gschliesser und Andreas Dümper aus Oberhausen dann die Wallfahrtsleitung übernehmen. Die beiden Reiter waren auf ihren Kaltblütern „Ramon“ und „Anke“ bereits zum sechsten Mal dabei.

Interessenten

können sich über Internet bei andreas.duemper@-t-online.de informieren.

Gerhard Heiss

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