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Da war die Aula voll: Großer Andrang herrschte am Freitag bei der Berufswahlmesse in der Pfaffenwinkel-Realschule.

Pfaffenwinkel-Realschule Schongau

Berufs-Info von Autohaus bis Zoll

Schongau - Die Schongauer Pfaffenwinkel-Realschule bietet ihren Schülern ein vielfältiges Angebot zur Berufsorientierung, von der Berufsprojektwoche bis zu Schnuppertagen. Aber am interessantesten für Schüler wie Eltern ist wohl die Berufswahlmesse.

Die beiden Lehrer Tanja Paetsch und Florian Pointner kümmern sich um das gesamte Orientierungsprogramm zur Berufswahl, und natürlich waren sie auch für die Organisation der Berufswahlmesse am Freitagnachmittag zuständig. „Viele Firmen aus der Umgebung nutzen die Chance, die die Berufswahlmesse bietet, um sich zu präsentieren und auf sich aufmerksam zu machen“, sagt Paetsch. Schließlich möchte jeder die passenden Lehrlinge für das eigene Unternehmen gewinnen. So verwundert es nicht, dass statt der angemeldeten 34 Unternehmen sogar 36 ihre Stände in der Aula aufgebaut haben.

Neben den bekannten Schongauer Konzernen waren vor allem viele metallverarbeitende Betriebe vor Ort. Außerdem fanden sich beispielsweise Banken, eine Anwaltskanzlei, ein Optiker sowie verschiedene Ämter und weiterführende Schulen, die Auskunft an die Wissbegierigen erteilten. Vom Autohaus bis zum Zoll war nahezu jede berufliche Richtung vertreten.

Insgesamt haben sich 500 Schüler mit ihren Eltern, dicht gedrängt von Stand zu Stand bewegt und alles erfragt, was ihnen unter den Nägeln brannte. So auch Magnus Dähn, der die 9. Klasse besucht und sich besonders für den Beruf des Industriemechanikers begeistern konnte. Für ihn war wichtig, mal von den Auszubildenden zu erfahren, wie die Ausbildung abläuft und was im Berufsalltag wartet.

Was einen bei der Kriminalpolizei erwartet, wollte Jana Konstantin wissen. Warum sie Karriere bei der Polizei machen möchte, kann die 13-Jährige gar nicht sagen. Sie hat zwar ein Faible für Krimis, aber damit sei das nicht zu vergleichen, wirft die Referentin der Polizei ein. Trotzdem ist Janas Ziel jetzt erst einmal das Fachabitur. Das ist nämlich Voraussetzung für das Studium bei der Polizei, um ihren Berufswunsch zu erfüllen.

Zum Programm gehörten eigentlich auch Vorträge in den Klassenräumen, die aber laut einer Gruppe Schüler ausfielen. Die saßen ziemlich abgekämpft, bepackt mit allerlei Werbegeschenken und Informationsbroschüren, am Rande des Geschehens. Die Neuntklässler waren sichtlich froh über diese unverhoffte Pause. Aber es hat niemand gesagt, dass die Berufsfindung einfach ist.

Franziskus Reich

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