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Pfarrer Karl Klein und sein großes Reich

Altenstadt - Mit Kirchenzug und Festgottesdienst in der Altenstadter Basilika St. Michael wurde die neue Pfarreiengemeinschaft Altenstadt mit Pfarrer Karl Klein offiziell errichtet.

Zur neuen Pfarreiengemeinschaft Altenstadt gehören die Pfarreien St. Michael Altenstadt, Maria Himmelfahrt Hohenfurch und St. Martin Sachsenried, St. Walburga Schwabbruck, Hl. Kreuz Schwabniederhofen und St. Stephan Schwabsoien. „Wenn auch die neue Pfarreiengemeinschaft eine Notwendigkeit ist, die durch den Priestermangel und die Strukturreform unseres Bistums vorgegeben ist, wollen wir sie bewusst auch als große Chance und gemeinsamen Aufbruch unserer Pfarreien begreifen,“ sagte Dekan Karl Rottach, dem es oblag, Karl Klein in sein neues Amt einzuführen. Mit dabei waren 19 Pfarrer, Kaplane und Dekane sowie Kirchenvertreter und Gläubige aller Pfarreien.

Karl Rottach sagte auch, „dass Hohenfurch mit in der Planung war ist gut.“ Dadurch sei die Einheit der Schönach nicht aufgebrochen worden. Die Schönach verbinde die sechs Kirchen mit den zusammen sieben Türmen. „Mutig, entschlossen und hoffnungsfroh wollen wir diese Zusammenführung begleiten.“ Zur Ausdeutung des Amtes hat Karl Rottach seinen Namensvetter Klein zu den liturgischen Orten der Kirche geführt - dem Taufstein, dem Beichtstuhl und dem Ambo sowie dem Altar und dem Priestersitz. An diesen Orten wird er künftig taufen, Menschen in der Beichte mit Gott versöhnen, das Wort Gottes verkünden, Eucharistie feiern und als Repräsentant Christi dem Gottesdienst vorstehen. „Bei all dem soll deutlich werden, dass Karl Klein diese Aufgabe gewissenhaft erfüllen soll, zum Wohle der Menschen, die ihm Christus anvertraut hat“, merkte dazu der Dekan aus Schongau an.

Karl Rottach sagte auch, wie Karl der Große, so habe jetzt auch Karl Klein die Aufgabe, ein großes Reich zusammen zu führen. Dazu stehen dem 30-jährigen Pfarrer mit Bernhard Schöner ein Gemeindereferent, sechs Pfarrgemeinderatsvorsitzende, zwei Pfarrsekretärinnen, sechs Mesner und sechs Kirchenpfleger zur Seite. Dazu kommen Prälat Hans Frieß und, so Rottach, „Pfarrer i. R. Siegfried Beyrer“. I.R. bedeute dabei so viel wie „in Rufweite.“ Im Anblick der brennenden Kerzen bat Karl Rottach Karl Klein um Bereitschaft, die Pfarreien zu übernehmen. „Mit Gottes Hilfe bin ich bereit“, sagte Klein mit fester Stimme. Klein sagte auch, er habe in den neuen Pfarrgemeinden bereits „viele wunderbare Menschen kennengelernt, die sich mit Herzblut und Leidenschaft für etwas engagieren.“ Angst und mangelndes Vertrauen, dass nicht alles gut gehen könnte in den sechs Gemeinden, habe er schon ein bisschen gehabt. „Dem Heiligen Michael macht es keine Mühe, mich davor zu beschützen.“

Wie Klein, so wurde auch Bernhard Schöner in sein Amt als Gemeindereferent der Pfarreiengemeinschaft eingeführt. Und wie Karl Klein sagte auch der gebürtige Altenstadter, „man hat mich spüren lassen, dass ich willkommen bin“. Derweil war es Altenstadts Pfarrgemeinderatsvorsitzender Marianne Anderle vorbehalten, namens ihrer Kollegen der anderen fünf Pfarreien zu sprechen: „Ein freudiger und bewegender Tag für Sie und für uns.“ Zusammenfassend könne man sagen, „es ist vollbracht.“

wk

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