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Das große Schwimmbecken im Plantsch wurde für einen Nachmittag Tummelbecken für Meerjungfrauen.

Das etwas andere Schwimmen im Plantsch

Nixen-Alarm im Schongauer Plantsch

Schongau - Meerjungfrauen kennt man eigentlich aus Filmen. Da turtelt das süße Geschöpf fast schwerelos im Wasser, verdreht ab und zu dem kleinen Nemo den Kopf. Alles sieht so spielerisch aus, aber ist es das wirklich? Das wollten 24 Mädels bei einem speziellen Kurs im Plantsch ausprobieren.

Unter Wasser, mit einer Kamera bestückt, nähert sich der Fotograf den jeweils zwölf Meerjungfrauen der beiden Gruppen. Immer in Lauerstellung. Es ist das erste Mal, dass so ein Kurs in Schongau angeboten wurde. Ein Kurs eben für Meerjungfrauschwimmen. Und hier muss man doch die Szenen unter Wasser festhalten. Da nimmt man gerne in Kauf, dass so eine kleine Arielle einem die Schwanzflosse um die Ohren patscht. Unter Wasser, mit viel Schmackes und Zunder. Aber, die Mädels machen ja nur das, was ihnen im Vorfeld ihr Lehrmeister am Beckenrand eingeflößt hat.

Einfach so ins Wasser und los geht’s – Fehlanzeige. Oliver Page von „Aqua Fun“ aus Murnau hat alle genau unterrichtet. Und das, bevor man ins Becken taucht. Trockenübungen am Beckenrand, natürlich schon mit der „coolen“ Meerjungfrauenflosse, wie es Madleen Bark ausdrückt. Die Achtjährige aus Schwabniederhofen hat schon mächtig Erfahrung darin, hat sie doch so ein Ding mal woanders ausprobieren können. Man sieht es Madleen an, sie hat’s voll im Griff.

Nach der Theorie die Praxis. Eine Schwimmbeckelänge klopft sie in null Komma nichts herunter. Gleichmäßiger Schlag mit den Beinen, und ab geht die Post. Sieht einfach spielerisch aus. Madleen muss in einem früheren Leben Arielle gewesen sein.

Auch Magdalena (12) und Sophia Knopp (8) aus Hohenfurch sind hellauf begeistert. „Am Anfang hat man ein Gefühl, als seien die Füße gefesselt“, beschreibt Magdalena die Situation im Wasser. Aber dann geht’s ab. „Es macht unheimlich viel Spaß, ist aber auch sehr anstrengend“, ergänzt ihre Schwester Sophia.

Was die Eltern der beiden Mädels noch nicht wissen, bleibt bis in nahe Zukunft ein Geheimnis unter Wasser. Zu den bevorstehenden Geburtstagen soll so ein spezieller Schwimmanzug auf dem Geschenketisch liegen. Hoffentlich lesen die Eltern diese Geschichte, damit Magdalena & Sophia auch in Zukunft Arielle spielen können.

Hans-Helmut Herold

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