Prachtvolle Stuten und historische Wagen

Burggen - Ganz im Zeichen der Süddeutschen Kaltblutpferde und historischer landwirtschaftlicher Fahrzeuge stand die Gemeinde Burggen am Samstag.

„Eine großartige Veranstaltung für die Organisatoren der Kaltblut-Pferdezuchtgenossenschaft Pfaffenwinkel, die mit viel Liebe zum Detail tagelang gearbeitet haben.“ Joseph Schuster, Bürgermeister und zugleich Schirmherr dieser Veranstaltung, war begeistert. Ein besonderes Lob zollte er „der Familie Erhart, die sich sehr für die Kaltblutzucht einsetzt“. Ebenso Georg Kirchhofer, der sich beim historischen Ross-Umzug als kompetenter Moderator erwiesen habe.

60 Kaltblutstuten, eingeteilt in acht Altersklassen, wurden von ihren Züchtern der kritischen Jury um Hartwig Tewes und Erwin Vogt vorgestellt. Bewertet wurden dabei Körperbau und Gliedmaßen sowie die Korrektheit in Schritt und Trab, wie Elisabeth Gruber, die Schriftführerin der Pferdezuchtgenossenschaft, erläuterte. „Typ volle Stuten, sehr guter Takt, tolle Bewegungen“, fasste Hartwig Tewes seine Eindrücke zusammen. Auch wenn der Experte bei Begutachtung einer Stute einmal bemerkte, „etwas mehr weiblicher Charme hätten wir uns gewünscht“. Stefan Erhart, Vorsitzender der Pferdezuchtgenossenschaft, sagte, „ich bin absolut zufrieden, mit der Beteiligung und auch mit der korrekten Bewertung durch die Jury“. Für die Zuschauer war es eine Augenweide zu sehen, wie sich die prachtvollen Stuten im Vorführring bewegt haben.

Ruhiger und ohne den Bewertungsstress hatten es die Kaltblüter am Nachmittag beim „Historischen Ross-Umzug.“ Geradezu spielerisch zogen die kräftigen Kaltblüter alles, was ihnen ins Geschirr gehängt wurde. Mit Feld- und Ackerbau, Waldbau und Militär hatte Organisator Franz Reßle (er belegte am Vormittag mir seiner siebenjährigen Stute „Rosengräfin“ den ersten Platz) vier Themenbereiche eingeteilt. Da war der Gabelwender, die Mähmaschine, das Heufuder und das bis oben hin gefüllte Odelfass in der Kategorie Feldbau. Der Pflug, die Sähmaschine und der Müllerwagen beim Ackerbau sowie das Brennholzfuder und das Langholzfahrzeug beim Waldbau. Geschmunzelt werden konnte beim Thema Militär. Über die ellenlange Kanone aus dem Jahr 1870 und die Schweizer Gulaschkanone aus dem Jahr 1910.

Mit eingereiht hatten sich die Musikkapellen der Pferdezuchtgenossenschaft, die Abordnung der Schongauer Stadtkapelle und die Igl-Musik. Im noblen Landauer hatten es sich Joseph Schuster und Hartwig Tewes, Erwin Vogt, Karl Holl und Alban Kusterer, die Mitglieder der Jury, bequem gemacht. Die begeisterten Zuschauer, es waren etliche hundert links und rechts der Straßen, sparten nicht mit Applaus. Übrigens: Hungern brauchte an diesem Tag in Burggen auch niemand. Dafür sorgten die Frauen vom Organisations-Team um Stefan Erhart.

wk

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