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Seit 41 Jahren steht Manfred Schmölz am Dirigentenpult der Premer Musikkapelle. Mit einem facettenreichen Programm hat die Kapelle die gut 200 Besucher beim Jahreskonzert begeistert.

200 begeisterte Zuhörer 

Premer Jahreskonzert mit musikalischem Mix

Märsche, Polkas, Walzer, eine Pop-Ouvertüre und zum Schluss noch einen Choral: Die Premer Musikkapelle hat zu ihrem Jahreskonzert die gut 200 Besucher mit ihrem musikalischen Mix begeistert.

Prem/Steingaden – „Die Musikkapelle ist ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens im Dorf,“ sagte Herbert Sieber. Für Prems Bürgermeister ist diese Musikkapelle „ein großes Geschenk“.

43 Musiker, 25 Männer und 18 Frauen, saßen jetzt beim Jahreskonzert oben auf der Bühne der Steingadener Schulturnhalle. Mit einem Dirigenten Manfred Schmölz an der Spitze, der auch nach 41 Jahren als Chef der Musikkapelle nichts, aber schon rein gar nichts von seinem Schwung verloren hat. Es war ein Programm mit allen Facetten der Blasmusik, regelrecht und passgenau zugeschnitten auf die Premer Musikkapelle.

Intonation und Zusammenspiel der gut besetzten Register haben die Zuhörer begeistert. Das wurde gleich zu Beginn des Konzerts mit dem schneidigen „Coburger Marsch“ von Michael Haydn, dem Bruder von Joseph Haydn, deutlich. Gleich danach empfahl Moderatorin Anna Schmölz den Besuchern, sich bei der „Kleinen ungarischen Rhapsodie“ von Alfred Bösendorfer in die Schönheiten der ungarischen Pusta zu versetzen. Ein schwungvolles, temperamentvolles und abwechslungsreiches Stück, bei dem alle Register gefordert waren.

„The Sound of Silence“, das wusste Anna Schmölz, zählt zu den 500 besten Songs aller Zeiten. „Lassen Sie sich von den rockigen und kraftvollen Klängen begeistern“, sagte sie, bevor sich die Musiker wieder richtig ins Zeug legten. Kraftvoll der Mittelteil und rockig im Schlussteil, folgte danach die Pop-Ouvertüre „Jump and Joy“.

„Wir leben Blasmusik“: Peter Leitner war es, der die gleichnamige Polka im Jahr 1986 komponiert hat und die die Musikkapelle Prem anschließend anstimmte. Mit dem zackigen Konzertmarsch „Priority“ schickte die Musikkapelle die Besucher danach in die Pause.

Reichlich Abwechslung bot die Kapelle natürlich auch im zweiten Teil des Konzerts mit dem „Marsch der Titanen“, dem Flötensolo „Ladybirds“ und dem Slowrock für Waldhorn „Brennende Herzen“, bei dem Xaver Schmid gekonnt das Solo spielte. Es folgten außerdem noch die Polkas „Freunde fürs Leben“ und „Ein Egerländer Traum“ sowie der Walzer „Fast Himmelblau“.

Natürlich bestanden die Besucher mit anhaltendem Applaus auch auf Zugaben. Die Kapelle war da nicht knauserig und spielte mit dem Marsch „Blasmusikgrüße“ und dem Choral „Guten Abend, gute Nacht“ gleich zwei.

Steingadens Chorleiter und Organist Caspar Berlinger war von den ausgeglichenen Holz- und Flötenregistern sowie von dem warmen Blech der Kapelle begeistert. Auch von dem weihnachtlichen Schmuck in der Turnhalle. Weniger allerdings davon, dass während des gesamten Konzerts kein einziges weihnachtliches Stück zu hören war.

Pater Petrus Adrian Lerchenmüller sagte, als Pfarrer könne man auf solch eine Musikkapelle einfach stolz sein, zumal sie sich auch regelmäßig in die Kirchenmusik der Gemeinde Prem einbringe.

Walter Kindlmann

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