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Ein aufregender Tag: In der Allianz Arena wurde Tilli Müller-Hohenegg von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und BFV-Vize Robert Schraudner ausgezeichnet. Im Business-Bereich des Stadions durfte sie zudem bei Speis und Trank ein Bundesligaspiel des FC Bayern verfolgen. 

Auszeichnung für Tilli Müller-Hohenegg aus Prem 

DFB-Ehre für 40 Jahre Trikotwaschen

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40 Jahre lang hatte Tilli Müller-Hohenegg die Trikots der Mannschaften des SV Prem gewaschen – und dabei so einiges ertragen. Für ihr Engagement erhielt sie jetzt am Rande eines Bundesligaspiels in der Münchner Allianz Arena den Ehrenamtspreis des Deutschen Fußballbunds (DFB). Die 65-Jährige war hellauf begeistert.

Prem/München „Es war ein Erlebnis“, ist Tilli Müller-Hohenegg auch noch knapp eine Woche nach dem Besuch der der Allianz Arena ganz aus dem Häuschen. Und das liegt nicht nur an dem standesgemäßen 5:2-Sieg „ihres“ FC Bayern gegen Hoffenheim. Vor allem war es das ganz besondere Rahmenprogramm, das das Herz der Premerin höher schlagen ließ. Die 65-Jährige ist eine der diesjährigen oberbayerischen Trägerinnen des Ehrenamtspreises des Deutschen Fußballbunds (DFB). Aus den Händen von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und dem Vizepräsidenten des Bayerischen Fußballverbandes (BFV), Robert Schraudner, erhielt Müller-Hohenegg eine Urkunde und eine DFB-Uhr. Obendrein durfte die Premerin zusammen mit ihrer Nichte das Fußballspiel vom VIP-Bereich aus verfolgen, in der sogenannten Eventbox wurde gespeist. „Vor dem Spiel gab es ein kleines Buffet, danach ein großes, es war sehr, sehr toll“, berichtet die Premerin.

Verdient hat sie sich das allemal. Bis 2016 wusch die 65-Jährige jede Woche die Trikots aller Mannschaften des SV Prem. „Ich war die ganze Woche über beschäftigt“, erinnert sich die Rentnerin, die obendrein 35 Jahre lang in einem Drogeriemarkt in Lechbruck arbeitete. Das Ehrenamt hatte die Premerin von ihrer Mutter geerbt, der sie zunächst beim Waschen und Aufhängen der Trikots geholfen hatte. „Damals waren die Trikots noch aus Baumwolle, da haben wir sie noch gebügelt“, erinnert die Fußballbegeisterte an die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit.

Unter den Fußballern hatte Müller-Hohenegg auch ein so ihre Pappenheimer: So brachten einige ihre verschwitzen Trikots erst eine Woche später zu ihr, weil sie sie in der Tasche in der Umkleidekabine vergessen hatten. Die Jungs durften sich dann einiges anhören: „Manchmal bin ich regelrecht explodiert“, lacht die 65-Jährige, die die übel riechenden Hemden und Hosen dann erst mal zwei Tage zum Lüften aufgehängte, bevor sie in die Waschmaschine durften. 2016 gab die Premerin ihr Ehrenamt schließlich auf. In den Jahren davor hatte sie sich immer wieder breit schlagen lassen hatte, noch ein Jahr dranzuhängen. „Ich habe keine Lust mehr gehabt, irgendwie war der Dampf raus“, sagt Müller-Hohenegg ganz ehrlich.

Beim SV Prem hat die 65-Jährige dennoch für immer und ewig ein Stein im Brett. „Wir haben sie auch im vergangenen Jahr für den Ehrenamtspreis vorgeschlagen“, berichtet der Vorsitzende Andreas Echtler, der auch von dem ein oder anderen Gefallen weiß, den Müller-Hohenegg den Fußballern in der Vergangenheit immer wieder gemacht hatte: „Sie hat nicht nur die Trikots, sondern alles gewaschen, was sie mitgebracht haben.“

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