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Das Thema Bauen und ganz konkret ein modernes Betonhaus in Lechbruck war Thema dieses Motivwagens.
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Das neue Dach der Jakobskapelle in Lechbruck, bei dessen Montage auch die „Sendung mit der Maus“ im Ort war, hat diese Gruppe thematisiert. Fotos: Sieber
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Beim Faschingszug in Prem kamen die Besucher bei herrlichem Wetter voll auf ihre Kosten.
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Beim Faschingszug in Prem kamen die Besucher bei herrlichem Wetter voll auf ihre Kosten.
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Beim Faschingszug in Prem kamen die Besucher bei herrlichem Wetter voll auf ihre Kosten.
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Beim Faschingszug in Prem kamen die Besucher bei herrlichem Wetter voll auf ihre Kosten.
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Beim Faschingszug in Prem kamen die Besucher bei herrlichem Wetter voll auf ihre Kosten.
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Beim Faschingszug in Prem kamen die Besucher bei herrlichem Wetter voll auf ihre Kosten.

Faschingszug in Prem/Lechbruck

Hohn für markantes Betonhaus und sprachlose Gemeinderäte

Es ist ein Spektakel, auf das man sich lange freut, denn einmal im Jahr wird abwechselnd zwischen den Nachbarn Lechbruck und Prem im Rahmen eines Faschingszuges abgerechnet. In diesem Jahr waren die Premer an der Reihe.

Prem – Etwas Historisches: Einen Faschingszug gab es in Prem schon ab dem Jahr 1921, bis Ende der 40er-Jahre blieb man allerdings im eigenen Dorf. Anfang der 50er-Jahre machten sich die Premer dann erstmals ins benachbarte Lechbruck auf, um „denen deren Missgeschicke und Peinlichkeiten noch einmal vor Augen zu führen“. Bald darauf begannen auch die Lechbrucker im Zweijahresrhythmus, zu ihren Nachbarn zu fahren. Und so wechseln sich die Gemeinden bis heute jedes Jahr ab.

„Die schwarze Hand“ heißt das Organisationsteam in Prem, das seit November jede Woche getagt und in den zwei Jahren Vorbereitungszeit fleißig Themen gesammelt hat. Ihre Informationen holte sich die Truppe beispielsweise aus der Tageszeitung, dem Lechbrucker Gemeindeblatt oder anonymen Informanten aus Lechbruck und Prem, die in Lechbruck arbeiten.

„Es sind immer zwischen 30 und 40 Gruppen, in diesem Jahr genau 33“, so Werner Sieber vom Organisationsteam.

Stolz ist das Dorf darauf, dass der gesamte Zug – bis auf die Musikkapelle aus Lechbruck – nur aus Premer Gruppen besteht. Fast ein Drittel der Dorfbewohner wirkt dabei mit, und so wird rund drei Wochen vorher mit dem Bau der Wagen, der Zusammenstellung der Kostüme und der Beschriftung der zahlreichen Plakate begonnen. „Die Hauptschwierigkeit liegt darin, für die jeweilige Gruppe das passende Thema zu finden“, so Sieber. Aber es ist ihnen wieder gelungen.

In diesem Jahr stand beim Faschingszug besonders das Thema Bauen im Vordergrund: „Gäste wolln mir immer mehr, drum muss a Seilbahn her. Die Kosten laufen uns nicht davon, denn Berg- und Talstation steh’n doch schon“, nahm etwa ein Motivwagen das neue, äußerst moderne und markante Betonhaus auf die Schippe, das in dieser Gegend eher selten zu finden ist. Auch eine zweite Autowaschanlage in Lechbruck sei eigentlich nicht nötig, doch nun könne man seinen Wagen morgens, mittags und abends waschen.

Der neu gestaltete Vorplatz des Lechbrucker Gemeindehauses stand ebenfalls in der Kritik: „Neben dem Rathaus, was ist das bloß? Manche behaupten, es sei ein Floß. Ein großes Lob dem Architekt, ist denn hier wohl Kunst versteckt?“, witzelte eine andere Gruppe. Aufgrund der fehlenden Zufahrt zur neu errichteten Jakobskapelle sei nun in Lechbruck auch noch ein Hubschrauber für Pfarrer und Ministranten nötig.

So bekamen dann auch die Lechbrucker Räte – als Zwerge dargestellt – ihr Fett weg: „Der Chef bestimmt in Lech alleine, denn Gegenstimmen gibt’s fast keine. Und die Moral von der G´schicht – Gemeinderäte braucht’s fast nicht.“ 

Gwendolin Sieber

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