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Die ausrichtenden Trachtler von „D’Lechgauer“ Prem führten den langen Umzug durchs Dorf an.
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Mehr als 4000 Teilnehmer

Gaufest in Prem ohne Regen: „Gott muss ein Trachtler sein“

Das 92. Gautrachtenfest des Oberen Lechgau-Verbandes in Prem, verbunden mit dem 110-jährigen Jubiläum des Vereins, ging mit seinem festlichen Höhepunkt, dem Trachtenumzug am Festsonntag, zu Ende. Insgesamt 4100 Zugteilnehmer, darunter 50 Trachtenvereine, 23 Musikkapellen, fünf Trommlerzüge und 22 Festwägen, begeisterten die Zuschauer, die den 3,5 Kilometer langen Zug säumten.

Prem – Der Festsonntag begann mit einem Kirchenzug mit rund 30 Gruppen, darunter viele Fahnenabordnungen, drei Musikkapellen und den Trommlerzug aus Prem. Vom Festzelt marschierten die Zugteilnehmer zu einem idyllischen Feld am Eingang zum Moorwanderweg. In einem kleinen, filigranen Altarhaus aus schmuckvollem Holz fanden die Geistlichen Platz: Pater Petrus-Adrian Lerchenmüller, Wies-Pfarrer Gottfried Fellner, Pfarrer Alois Roßmanith, Pfarrer Wolfgang Schnabel, Pater Bruno und Pater Radek. „Woran erkennt man einen Fan des FC Bayern München?“, verwies Pater Petrus-Adrian in seiner Predigt an die äußeren Merkmale von Vereinen und Firmenlogos. Kleider machen Leute, so ist die Tracht geprägt von Tradition und vor allem innerer Überzeugung – genauso wie bei den Christen der Glaube an Gott. Erster Gauvorstand Walter Sirch erinnerte die Besucher am Ende des Gottesdienstes an den traurigen Wandel der Zeit. Früher war der regelmäßige Kirchgang eine Selbstverständlichkeit, heute müsse man sich fast rechtfertigen, wenn man in die Kirche gehe. Aber mit den Trachtenvereinen würde das Brauchtum gepflegt und der Glaube hochgehalten. 

Trotz zweifelhafter Wetterprognosen konnte der anschließende Zug zum Zelt wieder trockenen Fußes erfolgen. Nach einem Mittagessen formierten sich die knapp 60 Gruppen in der Nähe des Zeltes zum großen Festumzug. „Gott muss ein Trachtler sein“, sagte ein Zuschauer, denn auch am Nachmittag wurden die Zugteilnehmer vom angekündigten Regen verschont. Viele Zuschauer bestaunten die insgesamt 4100 Zugteilnehmer, die eine Zuglänge von 3,5 Kilometern einnahmen. Dabei waren neben den 22 Vereinen des Oberen Lechgau-Verbandes auch viele Gäste aus den Nachbargauen. 17 Gruppen kamen aus dem Lechgau-Verband (darunter: Steingaden, Schongau, Kaufbeuren und Rott), drei Gruppen vom Allgäuer Gauverband (Nesselwang, Pfronten und Rückholz). Die weitesten Gäste kamen aus Oberitalien („Laimbachtaler“ Zimbarn) und Österreich (Trachtenverein Elbigenalp und Umgebung). Nach dem großen Umzug folgten im Festzelt und auf der Freibühne die Ehrentänze mit den Musikkapellen Prem und Bernbeuren. Ab 17 Uhr unterhielt die Musikgruppe „Grad Dur“. Mit der Musikkapelle Buching klang das große Festwochende ab 19 Uhr aus.

Gwendolin Sieber

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Erst vor einigen Wochen hatte derLechgau in Schongau sein Trachtenfest gefeiert

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