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Viel Geld investiert die Gemeinde Prem heuer in Breitband und Straßenausbau.

Haushalt in Prem

Mehr Rücklagen als Schulden

Der Premer Gemeinderat hat den Haushaltsplan 2017 genehmigt. Das Volumen ist um gut ein Fünftel gegenüber 2016 gewachsen. Das liegt unter anderem an den Personalkosten und den geplanten Investitionen.

Prem – Fast 2,6 Millionen Euro umfasst der diesjährige Haushalt der Gemeinde Prem, wobei der Vermögenshaushalt nicht ganz eine Million Euro beträgt und der Verwaltungshaushalt bei über 1,6 Millionen Euro liegt.

Die Höhe der Haushaltsvolumina lasse aber keine Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Kommune zu, hatte Bürgermeister Herbert Sieber betont. Spielten hier doch verschiedene Faktoren eine Rolle, heuer z.B. die zu erwartende höhere Schulverbandsumlage (nachdem auch die Zahl der Premer Schüler angestiegen ist), die gestiegenen Personalkosten (neue Tarifabschlüsse) im Kindergarten und die Erhöhung des Gewerbesteueransatzes.

Im Vermögenshaushalt wirken sich die Investitionen bzw. Ausgaben für den Straßenbau und die Entwässerungsmaßnahmen aus, sowie der Ausbau der Breitbandversorgung und die Erstellung eines Kanalkatasters.

In seinem Vorbericht ließ VG-Geschäftsleiter Georg Krönauer nicht unerwähnt, dass die Rechnungsergebnisse der Vorjahre um gut eine halbe Millionen zum jeweiligen Ansatz, der hier nun vorgestellt wurde, differierten. Diese zum Teil deutlichen Unterschiede seien zum größten Teil auf die Kontobewegungen, also der Zuführung bzw. Entnahme bei den Rücklagen geschuldet.

Erstmals gab es im vergangenen Jahr beim Thema Öffentliche Sicherheit den Posten Verkehrsüberwachung. Man habe dabei Einnahmen von gut 11 000 Euro und Ausgaben von fast 12 000 Euro zu verzeichnen gehabt. Womit bewiesen wäre, dass es bei der Verkehrsüberwachung nicht um eine weitere Einnahmequelle gehe, sondern sie tatsächlich der Verkehrssicherheit diene.

Angesichts der gestiegenen Schülerzahlen (31 von 140 Grundschülern sowie 23 von 136 Mittelschülern stammen aus Prem) müsse man mit einem spürbaren Anstieg der Schulverbandsumlage und den Ausgleichszahlungen rechnen, hatte Krönauer kalkuliert.

Weiter steigen werden auch die Kosten für die Betreuung der Kinder im Kindergarten, dies auch im Hinblick auf die Gastunterbringung von Premer Kindern in anderen Kindergärten.

Die Hebesätze für die beiden Grundsteuerarten A und B sowie die Gewerbesteuer ließen die Räte unangetastet, sie liegen bei 320 bzw. 300 v. Hundert.

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung Prems und den zu verzeichnenden Einnahmen sind die Schlüsselzuweisungen heuer erneut gesunken. So erhält die Gemeinde nur mehr gut 143 000 Euro, ein Rückgang von rund 17 Prozent oder 30 000 Euro.

Mit derselben „Verspätung“, wie die Schlüsselzuweisung nach einem wirtschaftlich guten Jahr sinken, steigt die Kreisumlage. So muss Prem 2,74 Prozent mehr nach Weilheim überweisen (455 932,96 Euro). Die Summe, prophezeite Krönauer aus der Kenntnis, dass Prem im Jahre 2016 gute Gewerbesteuereinnahmen zu verzeichnen hatte.

Im Vermögenshaushalt sind die verschiedenen Investitionen eingestellt, die Prem für heuer plant, z.B. Umbaumaßnahmen am Feuerwehrhaus, der Ausbau der Breitbandversorgung und als größter Einzelposten Tiefbaumaßnahmen (Straßenausbau in Moosreithen und am Kaltenbrunner See mit 103 000 Euro). Für die Untersuchung des Kanalnetzes sind 54 000 Euro vorgesehen.

Erfreulich: Das „Ersparte“ der Gemeinde übersteigt mittlerweile die Schulden. Die Rücklagen betragen knapp 1,4 Millionen Euro, das gebe mehr Spielraum für anstehende Maßnahmen, so Krönauer. Heuer sollen aus der Rücklage über 400 000 Euro für Investitionen entnommen werden. Inklusive der Möglichkeit, Kredite in Höhe von 200 000 Euro aufzunehmen.

Oliver Sommer

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