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Hans Lang (rechts) ist seit 70 Jahren Fahnenbegleiter in Prem. Hier ist er bei der Verabschiedung von Pfarrer Günter Bäurle in Steingaden am 22. Juli 2012 mit (von links) Josef Lory und Max Pfeiffer zu sehen.

Ehrenamt

Hans Lang seit 70 Jahren Fahnenbegleiter

Der 93-jährige Hans Lang aus Prem kann stolz auf sein ehrenamtliches Wirken sein – und hat damit wohl geschafft, was nur selten jemand von sich behaupten kann: Seit über 70 Jahren ist er Fahnenbegleiter des Soldaten- und Kriegervereins in Prem und war bis heute bereits bei rund 700 Anlässen mit dabei.

Prem – Hans Lang aus Prem ist seit über 70 Jahren Fahnenbegleiter des Soldaten- und Veteranenvereins in Prem. Die Verbindung zu seinem Verein hat für den am 24. Juli 1925 in Prem geborenen Hans Lang sehr früh begonnen: Wie die meisten jungen Männer, wurde auch er zum Dienst herangezogen und kam im Frühjahr des Jahres 1943 zur Luftwaffe.

Seine Ausbildung absolvierte er in Campignen in Frankreich und musste anschließend zum dritten Schlachtgeschwader 4 nach Ostpreußen und Oberschlesien. Ende des Jahres 1944 wurde er dann zu einem Fallschirmjägerregiment nach Berlin versetzt. Dort geriet er im April 1945 in amerikanische Gefangenschaft.

Nach sechs Wochen wurde er dann an die Engländer übergeben und an der Ostsee zur Minenräumung eingesetzt. Im September 1945 durfte er schließlich in die Heimat zurück.

Bis zur seiner Rente arbeitete Hans Lang als Kraftfahrer bei einer ortsansässigen Holzfirma. „Hans ist immer da, auch heute noch, da gibt es keine Fragen wie wo oder warum, geht nicht, kann nicht und so weiter“, erzählt Rainer Rauch, der Vorsitzende des Soldaten- und Kriegervereins in Prem.

„Ob bei Beerdigungen, kirchlichen Feiertagen beispielsweise an Fronleichnam, beim Erntedankfest oder dem Patrozinium, Gedenkfeiern, Einweihungen, Verabschiedungen, Vereidigungen oder beim Schmücken von Festwägen: Ein Ausrücken ohne unseren Hans war und ist bis heute undenkbar“, so Rauch.

Außerdem schmücken Hans Lang und seine Frau Ida immer zum Volkstrauertag schon seit Jahrzehnten das Kriegerdenkmal und das Soldatengrab im Ort. Vereinschef Rainer Rauch ist stolz auf seine rührige Fahnenabordnung, denn sie sei ja das Markenzeichen eines jeden Vereins.

Gwendolin Sieber

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