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18 Gemeinderatskandidaten und ein Bürgermeisterkandidat wurden bei der Nominierungsversammlung in Prem gewählt.

Aufstellungsversammlung

Kommunahlwahl 2020: Michael Christa soll Prems Bürgermeister Herbert Sieber beerben

„Politikverdrossenheit und Prem passen nicht zusammen“: Das sagte jetzt der Versammlungsleiter und amtierende Premer Bürgermeister Herbert Sieber angesichts des regen Interesses seiner Bürger bei der Nominierungsversammlung. So kamen mehr als 110 Wahlberechtigte im Gasthaus Lechaue zusammen, um Bürgermeister- und Gemeinderatskandidaten festzulegen.

Prem – Eine Ära geht im März kommenden Jahres zuende: Herbert Sieber gibt nach 18 Jahren sein Ehrenamt als Bürgermeister ab. Es ist ihm wichtig, dass die Gemeinde Prem auch für die kommenden Perioden eine Herzensangelegenheit sein muss. Dazu brauche Prem Leute, die bereit seien, ihr Wissen, ihr Können und ihre Zeit für das Dorf einzubringen.

Zwei Kandidaten gab es in Prem für das Bürgermeister-Amt: Der vorgeschlagene Andreas Echtler ließ sich jedoch nicht aufstellen, bedankte sich aber für das Vertrauen und den Zuspruch der Premer Bürger. „Ich hab mir das oft und lang überlegt, aber ich muss das ablehnen aus persönlichen und beruflichen Gründen.“ Dennoch möchte er sich zum Wohle der Bürger und für die Gemeinde einsetzen und wäre gerne als Gemeinderat oder zweiter Bürgermeister tätig.

Ebenfalls vorgeschlagen wurde Michael Christa: Der nahm die Kandidatur auch an und wurde mit 69 von 112 Stimmen (62 Prozent) gewählt.

Der gebürtige Premer Christa ist 51 Jahre alt und gelernter Maurer. Als Vorarbeiter im Hochbau arbeitet er seit 1993 beim Baugeschäft Vilgis in Halblech. Davor war er Zeitsoldat bei der Bundeswehr. Als Gemeinderat war er bereits von 1996 bis 2002 tätig. Seit rund zehn Jahren ist er zweiter Kommandant der Feuerwehr Prem und seit vier Jahren zweiter Vorsitzender des Feuerwehr-Vereins. Beim örtlichen Fischereiverein hält er das Amt des Schriftführers inne.

Auf die Frage, wieso er Bürgermeister werden wolle, sagte Christa: „Angefangen hat es damit, dass sie keinen anderen gefunden haben. Dann mach’ ich es halt“, habe er sich anfangs gesagt. Anschließend habe er sich alles noch einmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen und es mit seinem Chef abgesprochen. „Und jetzt bin ich grad noch ein bissl baff“, gestand der Premer, der nun wirklich ohne Gegenkandidaten für das Amt des Bürgermeisters kandidieren wird.

Großes Interesse am Gemeinderatsamt

Großes Interesse herrschte auch für die Ämter der Gemeinderäte: Insgesamt 18 Bürger ließen sich aufstellen. Das bedeutet für die Wahlliste 16 Bewerber und zwei Ersatzleute. 13 davon sind im Alter zwischen 24 und 39 Jahre.

Nur zwei der insgesamt acht amtierenden Gemeinderäte ließen sich wieder aufstellen: Reinhold Reichart und Florian Heißerer. „Respekt und Anerkennung, dass da so viel junge Leute da sind, die sich zur Verfügung stelllen und kandidieren. Ich denke, dass das wichtig ist für eine Gemeinde, und das freut mich“, sagte der bald scheidende Gemeinderat Sepp Krönauer.

Vor sechs Jahren hätten laut Bürgermeister Sieber nur 34 Premer an der Aufstellungsversammlung teilgenommen und man kam nur knapp über die Acht-Kandidaten-Grenze. Unter den 18 Bewerbern sind in diesem Jahr auch vier Frauen vertreten, so viele wie noch nie. ass

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