Der Premer Rat stimmte der Änderung des Bebauungsplanes „Mühlfeld II“ einhellig zu.
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Der Premer Rat stimmte der Änderung des Bebauungsplanes „Mühlfeld II“ einhellig zu.

Gemeinderat hat eingegangene Anregungen und Hinweise in den Bebauungsplan eingearbeitet

Prem: Baugebiet „Mühlfeld II“ nimmt weitere Hürde

Nächster Schritt beim geplanten Premer Baugebiet „Mühlfeld II“: Bei der öffentlichen Auslegung sind von Seiten der Bürger keine Stellungnahmen eingegangen. Bei den Behörden gaben 13 Stellen keine Stellungnahmen ab, neun hatten lediglich Anregungen. Bedenken verbunden mit Anregungen brachten neun Behörden vor.

Prem - Insgesamt drei Stellungnahmen schickte das Landratsamt Weilheim-Schongau. Für den Technischen Umweltschutz wurde der Bebauungsplan erneut geändert. Dieser teilte für die Parzelle eins mit, dass zwar die Lärmimmissionswerte eingehalten, die Geruchsimmissionswerte jedoch aufgrund der direkten Nachbarschaft eines Fahrsilos überschritten werden.

Deshalb wird für das Grundstück eine Grundrissorientierung vorgeschrieben. Beim Einbau von Lüftungsanlagen für schutzbedürftige Räume könnte davon abgewichen werden, wovon aber von Seiten des Landratsamtes aufgrund einer „Einbunkerung“ des Wohnbereichs in den Sommermonaten abgeraten wird.

Die Gemeinde Prem legte daher fest, dass an der gesamten Nordostfassade des Wohngebäudes auf Parzelle eins keine zu öffnenden Fenster und Außentüren schutzbedürftiger Räume (Schlaf-, Wohn-, Kinder-, Arbeitszimmer) zulässig sind. Außerdem müssen diese Räume zum Lüften mindestens ein nach Südwesten gerichtetes, stehendes Fenster besitzen. Die zur Versorgung von Wohnräumen erforderliche Frischluft ist an der Südwestfassade in mindestens drei Meter Höhe anzusaugen. Eine Behandlung im Freistellungsverfahren ist nicht möglich.

Die Wasserrechtsstelle des Landratsamtes wies auf die allgemeinen Sorgfaltspflichten hin. Die Brandschutzdienststelle gab Hinweise zum Brandschutz – der Bebauungsplan wurde dafür redaktionell geändert.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten merkte noch einmal die Flächenversiegelung und die Entfernung einiger Fichten (grundsätzlich schlechte Verwurzelung) oberhalb des Baugebietes an. Das Bayernwerk forderte, den Beginn und Ablauf der Erschließungsmaßnahmen der 20-kV-Freileitung im Zuge der Erschließungs- und Ausführungsplanung schriftlich mitzuteilen.

Die Deutsche Telekom gab Hinweise beispielsweise für die Wegesicherung.

Der Planungsverband Region Oberland erinnerte die Gemeinde abermals an die Potenziale der Innenentwicklung, die von Seiten des Premer Rates aber bereits abgeklärt wurden. Außerdem monierte der Planungsverband die bandartige Siedlungsentwicklung, vor allem durch die zwei letzten Parzellen fünf und sechs.

Da die Gemeinde Prem aber im Besitz der angrenzenden Fläche ist, wird der Ort durch weitere Bauplätze bei Bedarf weiter harmonisch arrondiert.

Die Regierung von Oberbayern befasste sich mit der Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Prem und stellte eine Analyse zum Flächenbedarf auf. „Die flächensparenden Siedlungs- und Erschließungsformen wurden unter der Berücksichtigung ortsspezifischer Gegebenheiten beachtet und umgesetzt. Der ruhende Verkehr der künftigen Bewohner muss laut Satzung des Bebauungsplanes auf den jeweiligen Grundstücken untergebracht werden“, heißt es in der Würdigung der Gemeinde.

Das Wasserwirtschaftsamt bat unter anderem darum, die schadlose Beseitigung des gesammelten Niederschlagswassers durch Nachweis der Aufnahmefähigkeit des Untergrundes mit einem Sickertest zu bestätigen.

„Es ist schon enorm, was im vereinfachten Verfahren abzuwägen und festzuhalten ist“, fasste Bürgermeister Andreas Echtler die bisherigen Bemühungen zusammen. Mit der Fassung vom 15. Juni wurde die Satzung vom Premer Rat einstimmig verabschiedet.

GWENDOLIN SIEBER

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