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Legte ein letztes Mal einen Bericht des Vorjahres vor: Prems scheidender Bürgermeister Herbert Sieber.

Gemeinde Prem

Siebers letzter Jahresrückblick

Zum letzten Mal hat Prems Bürgermeister Herbert Sieber jetzt auf die wichtigsten Maßnahmen, Entscheidungen und Ereignisse des Vorjahres zurückgeblickt. Eine zufriedenstellende Bilanz.

Prem – In den zwölf Gemeinderatssitzungen des vergangenen Jahres ist in Prem insgesamt 208 Mal abgestimmt worden, darunter auch über zehn Baupläne und Voranfragen. Außerdem umgesetzt wurde die Sanierung der Gemeindewohnung, die Verlegung und Vergrößerung des Archivs und die Öffnung der Friedhofsmauer für einen weiteren Eingang in der Nähe des Grüngutcontainers.

Der umfangreiche Bebauungsplan des Betriebsgeländes Högg (Schrottplatz) konnte auch Ende des Jahres abgeschlossen werden. Auch die neuen Datenschutzbestimmungen, eine neue Technik für die gemeindliche Kegelbahn und verschiedene Widmungen, Anpflanzungen und Teerarbeiten beschäftigten den achtköpfigen Gemeinderat samt Bürgermeister in den vergangenen zwölf Monaten. „Politische Entscheidungen werden in der heutigen Zeit oft kritisiert, und um Kritik aus dem Weg zu gehen, gelte der Spruch ,Tu nichts, sag nichts, sei nichts’“, so Sieber.

Die Finanzlage Prems ist recht positiv 

Die finanzielle Lage Prems stellt sich weiterhin positiv dar: Die Schulden konnten von 349 789 Euro im Vorjahr auf aktuell 280 369 Euro gesenkt werden. Das entspricht einer aktuellen Pro-Kopf-Verschuldung von 312 Euro (Vorjahr: 388 Euro). Zum Vergleich: Im Jahr 2014 betrug die Gesamtverschuldung noch 866 000 Euro.

Die Rücklagen belaufen sich derzeit auf rund 1,28 Millionen Euro. Die Gewerbesteuereinnahmen betrugen 2019 insgesamt 321 346 Euro, die Einkommenssteuer belief sich auf 486 330 Euro. Dadurch sank erneut die Schlüsselzuweisung (113 168 Euro), die Kreisumlage wurde nach oben angepasst (von 517 011 auf 599 610 Euro im Jahr 2020). Die Steuerkraft liege bei 1054 Euro pro Einwohner (Vorjahr: 963). Zum Vergleich: 2013 waren es noch 575 Euro.

Rekordergebnis bei den Eheschließungen

Ein Rekordergebnis bei den Daten aus dem Standesamt erzielte die Gemeinde bei den Eheschließungen: 13 waren es im vergangenen Jahr (Vorjahr: 6). Sieben Todesfällen standen sieben Geburten gegenüber.

Außerdem beschloss der Premer Gemeinderat im vergangenen Jahr, die hauptamtliche Dorf- und Betriebshilfe wieder finanziell zu unterstützen. Man würdigte die wichtige Arbeit und die wirkungsvolle Hilfeleistung mit einer Spende in Höhe von 300 Euro.

Musikalische Ausbildung der Kinder wird unterstützt

Finanziell unterstützt wird auch die musikalische Ausbildung des Premer Nachwuchses. Bisher wurden schon ein Drittel der Ausbildungskosten über einen Zeitraum von fünf Jahren unter Beachtung der Entgelttabelle der Musikschule Pfaffenwinkel bezahlt. Des Weiteren erhält die Musikkapelle nun jährlich 1000 Euro für den Kauf von Instrumenten aus Prem. Die Kosten für die Brotzeit sowie Getränke vom „Tag der Blasmusik“ übernimmt die Gemeinde ebenfalls.

„Jeder Abschied tut weh, auch wenn man sich schon lange darauf freut“: Mit diesen Worten bedankte sich Sieber ein letztes Mal bei den Gemeinderäten und Mitarbeitern der Verwaltung für deren Einsatz und Arbeit. Als Dankeschön lud er sie zu einer wohlverdienten Brotzeit ein. Zweiter Bürgermeister Werner Sieber würdigte das Engagement des langjährigen Premer Gemeindeoberhaupts und überreichte ihm im Namen der Gemeinderäte ein kleines Präsent. (ass)

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