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Die Trendwende ist geschafft: Nachdem die Bevölkerungszahl in Prem vor gut sieben Jahren geschrumpft war, verzeichnet das Rathaus wieder ein Wachstum.

Serie zur Ortsentwicklung (Teil 14) 

Prem kämpft für Erhalt der Infrastruktur

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„Bauen, Bauen, Bauen und nochmal Bauen!“, fordert die Bayerische Staatsregierung von Städten und Gemeinden. Wohnraum wird im Freistaat immer knapper. Wir wollen in unserer Serie zur Ortsentwicklung von den 22 Kommunen aus dem Verbreitungsgebiet der Schongauer Nachrichten wissen, wie stark sie in den kommenden 20 Jahren wachsen möchten und können. Heute: Prem.

Prem – Die Trendwende in Prem ist geschafft. 2010 war die Gemeinde am südwestlichen Landkreiszipfel noch auf 850 Einwohner geschrumpft, mittlerweile leben wieder 916 Bürger mit Haupt- und 52 mit Nebenwohnsitz im Ort. Und die 1000er-Marke muss wohl gar nicht so schnell geknackt werden. Bürgermeister Herbert Sieber wünscht sich für die Zukunft „ein maßvolles, verträgliches und gesundes Wachstum“. Wichtig ist ihm, „dass die Jugend die Chance hat, im Dorf zu bleiben“.

Junge Familien und Senioren

Man sei bemüht, die Voraussetzungen zu schaffen, dass sich junge Familien in Prem ansiedeln, erläuterte der Rathauschef schon bei der Bürgerversammlung im Juni dieses Jahres. Für die Senioren nennt Sieber Angebote des Bürgervereins am Lech und der Bürgerstiftung sowie die regelmäßig stattfindenden Seniorennachmittage. Ein Betreutes Wohnen gibt es im Ort nicht, aber innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft, nämlich in Steingaden.

Einheimische

Die Gemeinde Prem hat ein Einheimischenmodell, das seit einigen Jahren auch Bürgern der Nachbargemeinden offen steht. Bei der Vergabe der Baugrundstücke sind nach Auskunft des Rathauschefs unter anderem die Zahl der Kinder des jeweiligen Bewerbers ausschlaggebend und die Jahre, die er im Ort oder in der Region lebt. Von Auswärtigen, die nach Prem ziehen, wünscht sich der Bürgermeister „Engagement und ehrenamtlichen Einsatz“.

Bauland

Derzeit hat Prem laut Sieber zehn Bauplätze im Angebot. Der Preis liegt bei etwa 100 Euro pro Quadratmeter. Weitere Bauland-Ausweisungen sollen in Zukunft je nach Bedarf der Einheimischen folgen.

Verdichtung

Eine Verdichtung im Ort sei möglich, aber aufgrund der gesetzlichen Vorgaben schwierig, erklärt der Rathauschef. Bereits bei der Bürgerversammlung im Juni hatte Sieber bedauert, dass man bei der Innenverdichtung nicht so vorankomme wie gewünscht. Die Gemeinde kämpfe aber gegen der Leerstand. Für die Gemeinde sei es aber schwierig, im Dorf Flächen und Gebäude zu erwerben, sagt der Rathauschef mit Blick auf die allgemein hohen Immobilienpreise. Viele Grundstückseigentümer würden ihr Land überdies lieber aufheben, statt nach einem Verkauf bei der Bank Strafzinsen für das eingenommene Geld zu bezahlen.

Infrastruktur

Auch für den Erhalt der Infrastruktur kämpft der Ort – zum Beispiel für die Bankfiliale, damit auch Senioren im Ort Geld abheben können. Eine eigene Schule hat Prem nicht. Die Mädchen und Buben besuchen die Grundschule in der Nachbargemeinde Steingaden. Insgesamt hält Sieber die Infrastruktur – unter anderem mit Rathaus, Kindergarten und Einkaufsmöglichkeiten – für ausreichend.

Gewerbeansiedlung

Für neue Gewerbeansiedlung ist die Gemeinde Prem nach Auskunft von Bürgermeisters Herbert Sieber offen. Je nach Bedarf seien Erweiterungen möglich, so die Mitteilung aus dem Rathaus.

Teil 13 Peiting

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