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In Prem brannte es unterm Dach eines Mehrfamilienhauses

Großeinsatz in Prem

Zwei Wohnungen von Feuer komplett zerstört - alle Bewohner gerettet - großer Schaden

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    Katarina Amtmann
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In Prem brach am Freitag (10. Januar) ein Brand in einem Mehrfamilienhaus aus. Zwei Wohnungen wurden komplett zerstört, aber alle Bewohner blieben unverletzt.

  • Am Freitagabend (10. Januar) brach in einem Mehrfamilienhaus in Prem ein Feuer aus.
  • Zwei Wohnungen brannten komplett aus.
  • Der Schaden ist immens.

++Update ++

Sieben Feuerwehren waren am Freitagabend im Einsatz bei einem Wohnhausbrand in Prem. Als der Löschtrupp eintraf, stand das Dach an einer Seite schon voll in Flammen. Vier Bewohner konnten sich ins Freie retten. Vor allem die Atemschutzträger waren gefragt, dennoch brannten zwei Wohnungen völlig aus. Die Kripo geht von rund 300 000 Euro Sachschaden aus, die Brandursache wird noch ermittelt. VON ELKE ROBERT Prem – Die Alarmierung kam pünktlich zum Wochenendauftakt gegen 19 Uhr. Im Dachgeschoß des großen Hauses im Premer Schulweg war in einer Wohnung ein Feuer ausgebrochen. Weil niemand in der Wohnung war, konnte sich das Feuer rasch ausbreiten. Es griff auf der rechten Seite des Hauses auf den Dachstuhl über. „Es bestand die große Gefahr, dass sich das Feuer auf das ganze Dachgeschoss ausbreitet“, fasst es Kreisbrandinspektor Ludwig Fernsemmer zusammen.

Gleich zwei Drehleitern waren im Einsatz

 Mit der ersten Drehleiter aus Peiting arbeiteten die Feuerwehrmänner sich von außen vor, ein zweiter Trupp konnte von innen über das Treppenhaus nach oben. „So konnten wir das Feuer zurückhalten und verhindern, dass es auf den linken Wohnhausbereich übergreift“, erklärt Fernsemmer. Deshalb wurde auch kurz darauf die Schongauer Drehleiter nachgeordert. Zwischen 21 und 21.30 Uhr hatte man das Feuer dann unter Kontrolle, und man konnte sich um die Nachlöscharbeiten kümmern. Dazu war es auch notwendig, teilweise das Dach abzudecken. Neben der örtlichen Wehr aus Prem, Peiting und Schongau waren die Feuerwehren aus Lechbruck, Bernbeuren, Trauchgau und Steingaden geholt worden. Die Steingadener waren auch diesmal wieder für die Wasserversorgung zuständig, teilweise mussten auch weiter entfernt liegende Hydranten und Wasserbehälter angezapft werden. „Es war ein großer Einsatz, vor allem, weil so viele Atemschutzgeräteträger benötigt wurden“, so Fernsemmer. Im Haus ging es gar nicht ohne Atemschutz, aber auch auf der Drehleiter standen die Männer voll im Rauch.

Atemschutzgeräteträger wechselten sich ab

 „Wir haben geschaut, dass wir sie nach Hause schicken, sobald die Geräte leergeatmet waren.“ Geachtet wurde auch darauf, dass immer genügend Feuerwehren im Umkreis für mögliche weitere Alarmierungen zur Verfügung standen. Auch das Rote Kreuz und der Notarzt waren vor Ort, verletzt wurde aber niemand. Vier Menschen hatten sich zum Zeitpunkt des Feuerausbruchs im Haus befunden, die sich aber selbst in Sicherheit bringen konnten. Entdeckt hatte das Feuer ein Familienvater, der mit Frau und Kind im ersten Stock des Hauses wohnt. Ein Feuermelder im Dachgeschoss hatte angeschlagen. Der Bewohner war dem Alarmton nachgegangen, da brannte es bereits im Obergeschoss. Er brachte sofort seine Familie nach draußen sowie die ältere Dame, die im ersten Stock die zweite Wohnung bewohnt.

Familienvater reagierte sehr umsichtig

„Er hat sehr umsichtig reagiert“, lobte Michael Christa, zweiter Kommandant von Prem, der den Einsatz geleitet hatte. Die Kriminalpolizei Weilheim war da, um die Brandursache zu ermitteln. „Derzeit ist aber noch unklar, wie das Feuer ausbrach“, heißt es aus dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd, Hinweise auf eine Brandstiftung liegen aber wohl nicht vor, es könnte sich um einen technischen Defekt handeln. Trotz des schnellen Eintreffens der Feuerwehr brannten zwei Wohnungen komplett aus. „Auch weitere Wohnungen im Haus wurden durch das Löschwasser erheblich beschädigt“, so ein Sprecher der Kripo. Wie Fernsemmer weiß, ist jedoch das Löschwasser innen recht gut über das Treppenhaus abgeflossen. Besonders achtete man darauf, dass die Gewerberäume im Erdgeschoss und die Maschinenräume im Keller keinen größeren Schaden abbekommen – im Erdgeschoss ist eine Firma für Zaunherstellung und Zaunmontage untergebracht. Dennoch schätzt die Kripo den Sachschaden auf 300 000 Euro. Was Einsatzleiter Christa im Nachgang besonders hervorhebt, ist die gute Zusammenarbeit der Feuerwehrleute, „das Menschliche funktioniert“. Immerhin waren am Ende zwischen 100 und 120 Feuerwehrler direkt am Einsatzort oder in der Nähe auf Abruf. Die Zusammenarbeit würde auch durch die regelmäßigen Übungen mit den Nachbarn gefördert, dies auch über den Landkreis hinaus. Auch sei auf dem Dorf „die Welt noch in Ordnung“, so Christa. Mit Kaffee und Brotzeit waren die Einsatzkräfte von den Bewohnern versorgt worden.

Erstmeldung:Prem - Am Freitagabend (10. Januar) brach in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Prem kurz vor 19 Uhr ein Brand aus. Zahlreiche Einsatzkräfte waren innerhalb kürzester Zeit an dem Haus im Schulweg. Sie konnten jedoch nicht verhindern, dass zwei Wohnungen des Hauses komplett ausbrannten. 

Feuer in Prem: Polizei hat Vermutung zur Ursache

Zwei darunterliegende Wohnungen wurden bei dem Einsatz durch das Löschwasser erheblich beschädigt. Ersten Schätzungen zufolge beträgt der Schaden rund 300.000 Euro. Bei dem Brand wurde niemand verletzt, die vier Personen, die zum Zeitpunkt des Brandes im Mehrfamilienhaus waren, konnten sich in Sicherheit bringen. 

Dramatische Bilder: Wohnungen von Feuer komplett zerstört - erste Vermutungen zur Ursache

Der Kriminaldauerdienst der Kripo Weilheim übernehm noch in der Nacht die Ermittlungen zur Ursache. Das Fachkommissariat wird weiter ermitteln, Hinweise auf eine Brandstiftung liegen aber nicht vor. Die Polizei geht aktuell von einem technischen Defekt aus, da der Besitzer der Wohnung, in der das Feuer ausbrauch, nicht im Haus war.

Lesen Sie auch: Im oberbayerischen Altötting ist in der Nacht zum Sonntag ein Energiesparwerk in Vollbrand geraten. Die vermutete Schadenshöhe raubt einem den Atem.*

Die Meldung der Polizei im Wortlaut

„Am Abend des 10. Januars 2020 brach in einem Wohnhaus in Prem ein Brand aus. Das Feuer zerstörte mindestens zwei Wohnungen. Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim übernahmen die Ermittlungen zur Brandursache.

Kurz vor 19 Uhr brach am Freitagabend, 10.01.2020, in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses im Schulweg in Prem aus bislang unbekannter Ursache ein Feuer aus. Zahlreiche Einsatz- und Rettungskräfte waren innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort, konnte jedoch nicht verhindern, dass zwei Wohnungen des Hauses komplett ausbrannten. Weitere Wohnungen wurden durch das Löschwasser erheblich beschädigt. Der Sachschaden wird auf ca. 300.000 Euro geschätzt.

Glücklicherweise wurde bei dem Brand niemand verletzt. Der Kriminaldauerdienst der Kripo Weilheim übernahm noch in der Nacht erste Ermittlungen zur Brandursache, die in weiterer Folge vom Fachkommissariat geführt werden. Derzeit ist es noch unklar ist, wieso das Feuer ausbracht. Hinweise auf eine Brandstiftung liegen jedoch nicht vor.“

Dunkler Rauch löste einen Großeinsatz aus, aber der Brand in der UPM-Papierfabrik in Schongau war rasch gelöscht. Ein Mann wurde leicht verletzt. 

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