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Amt schlägt Alarm

Wegen Dürre-Sommer: Dieser Ort in Oberbayern hat kein Trinkwasser mehr 

Das gab‘s auch noch nie: Wegen der anhaltenden Dürre geht der ersten Gemeinde in Oberbayern das Wasser aus. Jetzt gibt es eine Notversorgung - bis es endlich wieder regnet.

Am Donnerstagnachmittag erreichte das Gesundheitsamt im Landratsamt Weilheim-Schongau die Mitteilung der Gemeinde Prem, dass aufgrund der anhaltenden Trockenheit die Wasserversorgung durch den gemeindeeigenen Brunnen nicht mehr sicher gestellt werden kann, da der Grundwasserspiegel zu weit abgesunken ist. Das teilt die Behörde mit.

Gemeinsam mit der Gemeinde Prem hat das Gesundheitsamt im Landratsamt Weilheim-Schongau daher Sofortmaßnahmen zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung im Gemeindegebiet Prem veranlasst. Die Versorgung erfolgt über einen Notverbund mit der Gemeinde Steingaden, welche über ausreichende Trinkwasservorräte verfügt. 

Für die Zeit des Betriebs des Notverbundes ist es notwendig, das Trinkwasser im Gemeindegebiet Prem zu chloren. Bis die Chlorkonzentration einen entsprechenden Wirkstoffspiegel erreicht hat, wird die Bevölkerung zusätzlich darum gebeten, das Wasser für den menschlichen Gebrauch bzw. die Zubereitung von Speisen abzukochen. 

Dr. Stefan Günther, Leiter des Gesundheitsamtes im Landratsamt Weilheim-Schongau, ist zuversichtlich, dass die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Prem mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser auch im Rahmen des Notverbunds mit der Gemeinde Steingaden kontinuierlich aufrecht erhalten werden kann. 

Eine mögliche Entspannung des Zustands wird erst dann eintreten, wenn wieder ausreichend Regen gefallen ist. In der jetzt noch anhaltenden Trockenperiode wird die Bevölkerung gebeten, möglichst sparsam mit dem Trinkwasser umzugehen und die Hinweise der Gemeinde zu beachten. Sobald der gemeindeeigene Brunnen wieder ans Netz genommen wird, erfolgt eine umgehende Information der Bevölkerung.

Während der Landkreis Weilheim-Schongau weiterhin unter der Dürre leidet, hat es in anderen Teilen Oberbayern unterdessen Unwetter mit Starkregen gegeben. In Österreich löste ein heftiges Gewitter sogar eine Schlammlawine aus.

mm/tz

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