Die Inhaber der Schönegger Käse-Alm und neuen Betreiber der Sennerei Wertach, Katharina Übelhör (li.), Sepp Krönauer und Andreas Krönauer (re.) freuen sich gemeinsam mit Wertachs Bürgermeisterin Gertrud Knoll über die positive Weiterentwicklung der traditionsreichen Sennerei.
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Die Inhaber der Schönegger Käse-Alm und neuen Betreiber der Sennerei Wertach, Katharina Übelhör (li.), Sepp Krönauer und Andreas Krönauer (re.) freuen sich gemeinsam mit Wertachs Bürgermeisterin Gertrud Knoll über die positive Weiterentwicklung der traditionsreichen Sennerei.

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Schönegger Käse-Alm wächst weiter: Familienunternehmen übernimmt die Sennerei Wertach im Oberallgäu

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Die Schönegger Käse-Alm expandiert weiter: Das Familienunternehmen übernimmt die Sennerei Wertach im Landkreis Oberallgäu und hat große Pläne. Der Standort soll laut einer Pressemitteilung weiterentwickelt und die Produktion einer Allgäuer Spezialität zu neuem Leben erweckt werden.

Prem - „Der Standort dieser traditionsreichen Sennerei liegt inmitten unseres Milcheinzugsgebietes und zudem sehr zentral zwischen unseren Produktionsbetrieben im Pfaffenwinkel und in Vorarlberg“, erklärt Geschäftsführer Sepp Krönauer sein Interesse am Betrieb. „Diese Nähe garantiert weiterhin kurze Produktionswege und die Nachhaltigkeit unserer Erzeugnisse.“

Nach dem vorzeitigen Ausscheiden des bisherigen Pächters war die Gemeinde Wertach seit Ende 2020 auf der Suche nach einem geeigneten Betreiber der Wertacher Käseküche gewesen. „Wir haben uns viel Zeit genommen und mit über 20 Interessenten Gespräche geführt“, so Wertachs Bürgermeisterin Gertrud Knoll. Mit der Familie Krönauer sei ein Partner gefunden worden, der die Belange der Landwirtschaft, des Tourismus und der Innerortsbelebung gleichermaßen erfülle.

Produktion des „Weißlackers“ kehrt an Geburtsort zurück

Mit dem Standort in Wertach sollen die Produktionskapazitäten der Schönegger Käse-Alm sowie das Produktsortiment erweitert werden. „Wir sehen viel Potenzial in der Sennerei Wertach, daher werden wir in den Standort investieren und ihn weiterentwickeln“, erläutert Junior-Chefin Katharina Übelhör. So sollen hier neben anderen Heumilch-Spezialitäten in Zukunft auch zwei ursprungsgeschützte Käse des Allgäus hergestellt werden: der Allgäuer Bergkäse sowie der Weißlacker. „Der Erhalt dieser traditionellen Käsesorten ist uns ein großes Anliegen“, versichert Sepp Krönauer. „Besonders freut es mich, dass mit uns die Produktion des Weißlackers wieder an ihren ‚Geburtsort’ zurückkehrt.“ Die intensiv würzige Allgäuer Spezialität, die bei Liebhabern als Idealzutat für Kässpatzen gilt, wurde vor knapp 150 Jahren von den Brüdern Josef und Anton Kramer genau in dieser Käserei entwickelt und wird heute kaum noch hergestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt bei der Betriebsübernahme durch die Schönegger Käse-Alm ist die Wiedereröffnung des Wertacher Sennereiladens. Dieser eröffnet am 31. März und soll künftig das Aushängeschild für sämtliche Produkte sein – sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen. „Viele Bürgerinnen und Bürger und unsere zahlreichen Gäste freuen sich darauf, dass dieser Traditionsladen wieder öffnet. Die Käseküche und der Käseladen gehören einfach zu Wertach“, bekräftigt Gertrud Knoll.

Mit der Übernahme der Wertacher Sennerei setzt die Schönegger Käse-Alm ihren Expansionskurs fort. Mitte 2019 hatte das Familienunternehmen bereits die Käserei Reutte übernommen (wir berichteten). Die Schönegger Käse-Alm GmbH mit Hauptsitz in Prem und 24 regionalen Verkaufsläden gehört mit 220 Mitarbeitern zu den ersten Heumilchverarbeitern in Bayern. 500 Bauernfamilien aus dem Allgäu, dem Bregenzerwald, dem Unesco-geschützten Biosphärenpark Großes Walsertal und Tirol liefern jährlich 50 Millionen Kilogramm Milch, der Umsatz liegt bei 60 Millionen Euro.

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