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Kritischer Moment: Zwischendurch kam es aufgrund des Holzstaubs zu einer gefährlichen Verpuffung. 
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Starke Rauchentwicklung herrschte in dem Silo.
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Rund 100 Feuerwehrler im Einsatz

Schon wieder an Ostern: Holzspäne-Silo von Premer Schreinerei brennt

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Nach dem verheerenden Großbrand in einer Premer Schreinerei vor fünf Jahren musste die Feuerwehr zuletzt vor zwei Jahren dort ausrücken, weil es im Holzspäne-Silo ein Feuer gab – und am Donnerstagmorgen schon wieder.

Prem –  „Vor zwei Jahren war es Ostersonntag, jetzt Gründonnerstag, das ist schon kurios“, sagt Prems Feuerwehrkommandant Hugo Kleber. Ein aufmerksamer Passant hatte laut Polizei um 5.40 Uhr bemerkt, dass in dem Silo ein Feuer ausgebrochen war. Sofort eilten die Feuerwehren aus Prem, Steingaden und Lechbruck zum Brandort, auch die Drehleiter aus Peiting wurde angefordert und war dringend notwendig, um von oben in das Silo löschen zu können. „Wir hatten wieder einige Bagger im Einsatz, die das Material aus dem Silo geholt haben, die Helfer kannten sich schon vom letzten Mal her gut aus“, so Kleber.

Gefährliche Verpuffung

Nach Auskunft von Kreisbrandinspektor Ludwig Fernsemmer mussten zwei 300 Meter lange Schlauchleitungen gelegt werden, was aber kein Problem gewesen sei. Das Kritische bei solchen Bränden sei vielmehr die Staubentwicklung: Wenn da ein Luftzug reinrausche und sich das umherfliegende Material entzünde, „wird es brandgefährlich“, so Fernsemmer. Tatsächlich kam es auch zu so einer Verpuffung, die die Helfer komplett einhüllte, doch die Feuerwehrler passten auf und hatten alles im Griff.

Nachdem die Bagger die schwelenden Späne herausbefördert hatten, folgte noch die Schwerstarbeit, mit vollem Atemschutz den Rest per Hand zu entfernen, um die Förderschnecke nicht zu beschädigen. Laut Fernsemmer wurden zum Schutz vor einer Corona-Ansteckung möglichst viele der insgesamt rund 100 Helfer so schnell es die Lage zuließ wieder nach Hause geschickt.

Als Brandursache geht die Polizei von einem technischen Defekt oder eine Selbstentzündung aus. Der Sachschaden beläuft sich aufrund 5000 Euro.

Lesen Sie auch: Der Großbrand von 2015 und das ähnliche Feuer genau vor zwei Jahren.

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