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40 Prozent fürs Leichenhaus-Dach

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Man sieht’s ihm an: Das Dach des Sachsenrieder Leichenhauses muss erneuert werden. Unter den Dachschindeln wird morsches Gebälk vermutet.  Foto: jos
Man sieht’s ihm an: Das Dach des Sachsenrieder Leichenhauses muss erneuert werden. Unter den Dachschindeln wird morsches Gebälk vermutet. Foto: jos

Schwabsoien/Sachsenried - Schlechte Nachricht für die Gemeinde Schwabsoien: Das Leichenhaus in Sachsenried, genauer gesagt dessen Dach, muss saniert werden. Und damit kommen Kosten auf die Gemeinde zu.

Laut einem Schreiben der Bischöflichen Finanzkammer gibt es einen Kostenvoranschlag, der für die Neueindeckung des Daches samt Spenglerarbeiten rund 16 600 Euro vorsieht. „Es gibt da aber noch einen unvorhergesehenen Posten“, so Neumann weiter. Da vermutet wird, dass unter den Dachschindeln morsches Gebälk zum Vorschein kommen könnte, wird mit zusätzlichen 3400, also insgesamt mit Sanierungskosten von 20 000 Euro gerechnet.

Wie Neumann weiter ausführte, gehören das Grundstück und das Leichenhaus der Katholischen Kirchenstiftung Sachsenried. Dementsprechend sei auch die Kirchenstiftung für Unterhalt und Instandsetzung zuständig, war bislang die Meinung. Allerdings seien das Friedhof- und Bestattungswesen Hauptaufgaben der Gemeinde. Außerdem habe die Gemeinde vorsorglich bereits 8000 Euro für die Leichenhaus-Sanierung in den Haushalt 2015 eingestellt.

Und aus diesem Grund hat sich auch die Bischöfliche Finanzkammer mit einem Zuschuss-Antrag an die Gemeinde gewandt. Darin heißt es, ein 50-prozentiger Zuschuss „erscheint angemessen“. Das sahen nicht alle Schwabsoier Gemeinderäte so: „Wenn wir 50 Prozent der Kosten zahlen, haben wir auch 50 Prozent Mitspracherecht“, meinte Rudi Kögel.

Während Manfred Schmid („Was mir nicht passt ist, dass es keinen sauberen Kostenvoranschlag gibt“) vorschlug, 5000 Euro für die Leichenhaus-Sanierung zu geben, schlugen Herbert Hefele und Bernhard Starker vor, 40 Prozent und maximal 8000 Euro dazuzugeben. Diesem Vorschlag schloss sich der Gemeinderat dann auch einstimmig an.

Jochen Schröder

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