Zahlreiche Verletzte bei Unruhen am Tempelberg

Zahlreiche Verletzte bei Unruhen am Tempelberg

Nach Pöbelei musste er in Notaufnahme

Fremder Gast auf Weihnachtsfeier wird verprügelt

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Peiting - Von wegen besinnlich: Ein Pöbler hat sich auf einer fremden Weihnachtsfeier unbeliebt gemacht - und wurde schließlich krankenhausreif geprügelt. Die ganze Geschichte.

Besinnliche Weihnachten: Das bleibt einem Peißenberger (42) zu wünschen, der am Wochenende auf einer fremden Weihnachtsfeier im Peitinger „Spix“ fröhlich weitertrinken wollte, sich allerdings wenig fröhlich verhielt. Geendet ist’s in der Klinik.

Erst war es feucht und auch sehr fröhlich. Und dann kam das böse Erwachen: Für einen 42-jährigen Peißenberger endete eine Weihnachtsfeier in einer Kneipe in Peiting im Krankenhaus. Zuvor hatte er die fremde Weihnachtsfeier ordentlich aufgemischt. Kleiner Rückblick: Insgesamt feiern drei Gruppen an diesem Samstagabend ihre Weihnachtsfeier im Gebäudekomplex des Bergwerks. 250 Gäste verteilen sich auf das „Barnsteiner’s“, das „Spix“ und den unteren Teil des Gebäudes. Es wird viel gelacht, friedlich gefeiert.

Nur einer, der weiß einfach nicht, wann Schluss ist. Als die eigene Weihnachtsfeier im „Barnsteiner’s“ beendet ist, wechselt er in den frühen Morgenstunden ein Stockwerk darunter ins „Spix“. Dort will er nicht nur weitertrinken. Er stänkert Zeugenaussagen zufolge auch kräftig gegen die Männer, die dort feiern. Bei der geschlossenen Gesellschaft im „Spix“ kommt der pöbelnde Mann nicht ganz so gut an. Einer der muskelbepackten Männer, ein Peitinger (48), setzt einen handfesten Schlussstrich unter die Sache, um den Weihnachtsfrieden der eigenen Feier wieder herzustellen. Es kommt zum Handgemenge, die beiden Männer schlagen aufeinander ein.

Dabei muss es ordentlich „geklingelt“ haben. Leider ist es nicht das helle Glöckchen des Christkindes, das da läutet. Die Bilanz der Prügelei, die in erster Linie für den „Eindringling“ traurig ist: Nasenbluten, eine Rippenprellung und eine Risswunde an der Hand. Der Mann aus Peißenberg wird ins Schongauer Krankenhaus eingeliefert. Sein Kontrahent aus Peiting geht quasi als vorweihnachtlicher Sieger aus der Prügelei hervor. Er wird nur an der Nase verletzt.

Wo 249 einfach nur friedlich feiern wollten, hat einer es in dieser Nacht geschafft, den Haussegen ordentlich ins Wanken zu bringen. „Schade, wenn auf drei Etagen friedlich gefeiert wird, und dann muss so etwas passieren“, bedauert Spix-Wirt Stefan Rössle gegenüber den Schongauer Nachrichten den Vorfall in der Vorweihnacht.

Die Angelegenheit hat jetzt auch ein rechtliches Nachspiel. Und zwar für beide Männer. „Es wird ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet“, so ein Sprecher der Schongauer Polizei. Die sucht jetzt in der Angelegenheit nach weiteren Augenzeugen. Die werden gebeten, sich unter Telefon 08861/23460 zu melden.

Barbara Schlotterer-Fuchs

Rubriklistenbild: © dpa

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